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Flammen am See: Im Berger Ortsteil Leoni ist am Montagabend ein Bootshaus in Brand geraten.

Berger Ortsteil Leoni

Bootshausbrand am Starnberger See: Rund 400.000 Euro Sachschaden

Großfeuer am Starnberger See: Am Montagabend ist im Berger Ortsteil Leoni ein großes Bootshaus in Flammen aufgegangen. Rund 130 Helfer waren im Einsatz - es gab mehrere Explosionen.

Berg/Leoni - Ein Großbrand ist am Montagabend gegen 21 Uhr im Berger Ortsteil Leoni ausgebrochen. Das Feuer war in einem größeren Bootshaus neben dem Seehotel ausgebrochen und hatte fast das komplette Gebäude erfasst. Ein Feuerwehrmann aus Berg wurde bei den Löscharbeiten verletzt.

Bootshaus am Starnberger See brennt lichterloh - Fotos

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Die Flammen waren am gesamten nördlichen Starnberger See deutlich zu sehen. Rund 130 Helfer von Feuerwehr, Wasserwacht, DLRG, THW und Rettungsdienst waren im Einsatz, erklärte Starnbergs Kreisbrandrat Peter Bauch. Das Feuer wurde von Land aus, unter anderem von zwei Drehleitern aus, und vom der Wasserseite von acht Booten bekämpft. In den ersten Minuten des Einsatzes gab es mehrere Explosionen, vermutlich durch Benzinkanister und Tanks von Motorbooten.

In dem Bootshaus waren mehrere Boote untergebracht, unter anderem eine Reihe von Elektrobooten. Diese seien, sagte Bauch, mit Bleiakkus ausgestattet gewesen. Wären es Lithium-Ionen-Akkus gewesen, wären die Löscharbeiten sehr viel komplizierter gewesen. Der Sachschaden wurde seitens der Polizei am Dienstagmorgen vorsichtig auf rund 400 000 Euro geschätzt. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse gehen die Ermittler von einer technischen Ursache im Bereich der Elektroinstallation als Brandursache aus. Anhaltspunkte für Brandstiftung ergaben sich bislang nicht.

Flammen am See: Im Berger Ortsteil Leoni ist am Montagabend ein Bootshaus in Brand geraten.

Ein Feuerwehrmann aus Berg, der mit schwerem Atemschutz im Einsatz war, zog sich eine Schulterverletzung zu und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Das konnte er Bauch zufolge in der Nacht wieder verlassen. 

Im Einsatz waren die Feuerwehren Berg, Allmannshausen, Bachhausen, Kempfenhausen, Percha, Starnberg, Pöcking, Ammerland und Degerndorf sowie Wasserwacht, DLRG, THW und der Rettungsdienst. Auf der Wasserseite legten DLRG und Wasserwachten mit Booten Ölsperren und brachten Feuerwehrleute und Pumpen in die Nähe des Brandes.

Binnen 24 Stunden gab es einen weiteren Großalarm. Eine dicke Rauchsäule bildete sich über Feldafing. Meterhoch schlugen Flammen aus dem Anbau eines Bauernhofs im Landkreis Hof. Für viele Tiere kam jede Rettung zu spät. Mehrere Bewohner wurden verletzt.

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