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Eine Biene im Anflug auf Kirschblüten: Im Frühjahr ist die Ernährungslage für Bienen und andere Insekten bestens. Wichtig ist, auch während des Sommers und im Herbst ausreichend Nahrungsangebot für sie zu haben.

Initiative für die Bienen

Berg summt und brummt

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Mehr Nahrung für Bienen und Insekten: Das will eine Initiative in Berg schaffen. Und zwar durch Aufklärung bei Balkon- und Gartenbesitzern. Damit es auch im Herbst für Bienen was zu sammeln gibt.

Berg – Ein ordentlich getrimmter Rasen ohne Unkraut dazwischen mag manchen Gartenbesitzer erfreuen – für Bienen und andere Insekten ist diese Monokultur schwierig, weil sie nichts zu essen finden. „Ohne Bienen bricht das Ökosystem zusammen“, sagt Susanne Polewsky. „Wir wollen nicht enden wie in China, wo Blüten mit dem Pinsel bestäubt werden.“ 

Deshalb hat die Allmannshauserin zusammen mit ihrem Mann Dr. Hermann Will, Katrin Stefferl und Sandra Pawelka die Initiative „Berg summt & brummt“ gegründet. Sie informieren auf Wunsch sie Garten- und Balkonbesitzer, wie sie insekten- und bienenfreundlicher agieren können.„Es gibt viele akkurat gemähte Gärten in Berg, aber das ist nicht gut für die Bienen“, sagte Polewsky in der Berger Bürgerversammlung und bot Hilfestellung an. Und sie bat die Gemeinde darum, Straßenbegrünungen und Verkehrsinseln, gemeindliche Flächen und Plätze grüner und damit ökologischer zu gestalten.

„Samen gehen auf diesem Rasen nicht an“

In der heutigen Ratssitzung spricht eine Expertin über die mögliche Entwicklung und Umsetzung eines ökologisch sinnvollen Pflegekonzeptes für öffentliche Grünflächen und Straßenränder in der Gemeinde Berg. Beginn ist um 19.30 Uhr im Berger Rathaus. Ein solches Pflegekonzept sei der richtige Weg, finden Polewsky und ihre Mitstreiter. Will hat vor Jahren bereits die Aktion Obstbäume für Berg begründet. Auf eigene Kosten sowie mit Hilfe von Baumpaten wurden rund 30 Obstbäume im Gemeindegebiet gepflanzt. „Alte Sorten, die nicht gleich im Sommer reif sind und nicht gleich gut schmecken“, erklärt Will. Sonst würden die Bäume gleich geplündert. Er freut sich über weitere Paten. Ein gepflanzter Baum koste rund 60 Euro inklusive Transport und Wühlmauskorb.

Die Expertin kommt heute Abend auf Antrag der SPD-Fraktion in den Gemeinderat. Deren Wunsch nach einem bienenfreundlicheren Berg bekam durch die Initiative „Berg summt & brummt“ neue Fahrt. Zudem setzen die Initiatoren auf Mund-zu-Mund-Propaganda und sprechen auch mal Nachbarn an. „Ein Nachbar hatte gerade Strapazierrasen neu eingesät“, berichtet Polewsky. „Der ist sehr dicht, Samen gehen auf diesem Rasen nicht an. Aber er schaut jetzt, ob er einen Streifen Wiese belässt, der nur zwei, drei mal im Jahr gemäht wird.“

„Was der Mensch lecker findet, mögen auch die Bienen“

Ein Kompromiss. Davon gibt es einige, die Insekten und Bienen zugutekommen können. Katrin Stefferl ist Imkerin und hat einen einfachen Tipp für Balkonbesitzer: „Alles, was der Mensch lecker findet, mögen auch die Bienen: Küchenkräuter zum Beispiel.“ Als Beispiele nennt sie Salbei, Borretsch oder Oregano. „Auch Rucola blüht schön gelb, das mögen die Bienen.“ Generell empfiehlt sie heimische Blumen wie Ringelblume oder Ochsenauge, sie seien insekten- und schmetterlingsfreundlich.

Wer sich informieren möchte, kann dies im Internet tun: Auf www.berg-summt.de haben die Initiatoren wichtige Tipps und Links zusammengetragen. Und es geht natürlich auch im direkten Gespräch: Dr. Hermann Will ist unter Telefon (0 81 51) 97 97 44 zu erreichen oder per E-Mail an mail@berg-summt.de.

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