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Die Markierung ist eindeutig: Diese Birke gehört zu den Bäumen, die für die Neuordnung des Verkehrs vor dem Landschulheim Kempfenhausen gefällt werden müssen. Die Arbeiten starten voraussichtlich in den Faschingsferien. 

Bäume werden gefällt

Umbau vor Landschulheim Kempfenhausen startet demnächst

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Vor dem Gymnasium Kempfenhausen wird es ernst. Demnächst werden dort Bäume für den Umbau der Verkehrssituation gefällt. Auch die Schüler beteiligen sich finanziell an den Kosten.

Kempfenhausen – Farbige Markierungen kennzeichnen bereits die Bäume, die für die Neugestaltung der Straße vor dem Landschulheim Kempfenhausen weichen müssen. Auch Sträucher kommen weg. Denn dort, an der Münchner Straße, sollen zwei Busbuchten entstehen sowie eine Zone, in der Elterntaxis ihre Kinder vor der Schule abliefern können. Die kleine Straße direkt vor der Schule soll nurmehr einspurig in Richtung Buzentaurweg zu befahren sein.300 000 Euro hat die Gemeinde Berg für die Neugestaltung eingeplant. Auch die Schüler des Landschulheims beteiligen sich an den Kosten.

Die Bäume müssten bis Ende Februar gefällt werden – ab 1. März gelten bekanntlich Schutzfristen wegen brütender Vögel. Bergs Bürgermeister Rupert Monn wäre es allerdings lieb, die Arbeiten vor der Schule in der Woche der Faschingsferien ab Montag, 4. März, vornehmen zu lassen. Deswegen hat er bereits eine Ausnahmegenehmigung beantragt. „Dann wäre die Gefahr für Leib und Leben der Schüler und für den Verkehr geringer“, sagt Monn.

Schüler und Eltern warten dringend darauf, dass sich die schwierige Lage vor der Schule ändert. Die Planungen liegen bereits seit Jahren im Rathaus in der Schublade, allerdings hoffte die Verwaltung lange Zeit auf eine finanzielle Beteiligung durch den Träger der Schule, den Zweckverband Bayerische Landschulheime. Die blieb aus, ehe im vergangenen Jahr doch noch der Durchbruch gelang – angestoßen durch die Schüler um Schulsprecher Joshua Grasmüller. Der Berger Gemeinderat rang sich daraufhin durch, die Kosten für den Umbau zu übernehmen. Und die Schülerschaft kündigte an, auch einen Beitrag zu leisten.

Der könne jedoch nicht bei den 20 Prozent liegen, wie sie mal im Gespräch gewesen seien, sagt Direktor Elmar Beyersdörfer. „60 000 Euro können wir nicht zahlen. Unsere Schülermitverwaltung hat Geld gesammelt, bei einem Spendenlauf letztes Jahr und beim Sommerball. Aber das ist ein vierstelliger Betrag für den Straßenumbau.“ Denn den Schülern sei es auch wichtig, ein Projekt in Afrika zu unterstützen. Für Bürgermeister Monn ist das in Ordnung. „Je höher der Betrag, desto schöner. Die Gemeinde wird die Baumaßnahme heuer durchziehen, ohne Wenn und Aber“, sagt er. Die Ausschreibung sei bereits vorbereitet und gehe demnächst raus.

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