Siegerteam: Peter Prokoph mit Maximilian Meier und Anton Hantl (v.l.). Foto: KSK

Planspiel

Die Börsenprofis vom Landschulheim

Kempfenhausen - Kempfenhausener Schüler haben es auf Platz eins in Bayern beim Planspiel Börse geschafft - und gewannen ein schönes Sümmchen.

Vier Schüler aus dem Landkreis Starnberg spekulierten sich beim Planspiel Börse an die Spitze von sage und schreibe 35 900 Schülerteams: Bayernweit Platz eins und bundesweit Platz zwei belegte das Team „Börsen Junkies“ vom Landschulheim Kempfenhausen. Die Zehntklässler waren im Regionalwettbewerb der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg an den Start gegangen und erreichten natürlich auch hier den ersten Rang.

Das erklärte Ziel der vier Kempfenhausener war es, mindestens unter die ersten zehn der insgesamt 377 Kreissparkassen-Teams zu gelangen. „Außerdem wollten wir die Erfolgstradition unseres Gymnasiums weiterführen“, erklärt Teamchef Anton Hantl. „Mit solch einem herausragenden Ergebnis hätten wir aber selbst im Traum nicht gerechnet“, sagt er freudig und fügt an: „Unserer Wirtschaftslehrer Peter Prokoph hat uns immer wieder stark motiviert.“ Zehn spannende Spielwochen liegen hinter den Jungbörsianern, in denen sie ihr Wissen und Anlegergeschick beim simulierten Wertpapierhandel unter Beweis stellten und vertieften. Vor allem die Zusammenhänge zwischen Politik und Börse erlebten die teilnehmenden Teams hautnah mit – zum Beispiel, wie die Finanzmärkte auf die Folgen der Brexit-Entscheidung, die US-Wahl oder das Italien-Referendum reagierten. Zum Erfolg der Kempfenhausener trug vor allem eine konsequente Strategie bei. Teamchef Hantl erklärt: „Wir haben Aktien gesucht, die mittelbar miteinander verbunden sind. Das bedeutet, dass sie aus einer Branche kommen – wenn die eine steigt, steigt die andere gleich mit.“ Das bedeutete zwar umgekehrt auch ein größeres Risiko. Aber letztlich ist die Strategie aufgegangen. Mit dem Fokus auf Aktien der deutschen Bankenlandschaft hat das Team eine Rendite von 35 Prozent erreicht. Das Fazit der vier Champions: „Uns persönlich ermöglichte das Planspiel Börse viele neue Erfahrungen. So haben wir gelernt, Ereignisse aus der Wirtschaft und dem alltäglichen Leben auf den Aktienhandel zu übertragen und umgekehrt.“ Die „Börsen Junkies“ werden zu einer Reise nach Berlin eingeladen und können sich über Preisgelder der Kreissparkasse und des Sparkassenverbands in Höhe von 2000 Euro freuen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Das Tässchen Kaffeein Orffs privater Küche
Grünes Licht für einen Museumsanbau gab der Dießener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Nun soll der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan erarbeitet …
Das Tässchen Kaffeein Orffs privater Küche
CSU-Chef hofft auf zehn Mandate
Die sieben aktuellen Gemeinderäte der Tutzinger CSU stehen auf den ersten acht Plätzen der Kandidatenliste für die Kommunalwahl im nächsten Jahr. Die meisten neuen …
CSU-Chef hofft auf zehn Mandate
Bei der Feuerwehr wimmelt’s
Wer schon immer wissen wollte, was in einem Einsatzwagen der Feuerwehr drin ist, sollte sich das Foto zum folgenden Artikel oder auch den Twitter-Account der Starnberger …
Bei der Feuerwehr wimmelt’s
Millionen für das Klinikum
Das Klinikum Starnberg arbeitet wirtschaftlich gut und hat enormen Investitionsbedarf. Bis 2025 rechnet Klinikchef Dr. Thomas Weiler mit Kosten von 60 Millionen Euro. …
Millionen für das Klinikum

Kommentare