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Marode, aber nicht einsturzgefährdet: die Brücke über den Lüßbach vom Kirchplatz zur Kempfenhauser Straße. 

Kirchplatz in Farchach

Neue Brücke frühestens im Herbst

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Der Bau der Brücke über den Lüßbach in Farchach verschiebt sich weiter: Jetzt geht es frühestens im Herbst los. Eine Ausschreibung brachte kein befriedigendes Ergebnis.

Farchach – Jetzt muss der Termin erneut verschoben werden. Ursprünglich war die Erneuerung der Farchacher Lüßbachbrücke am Kirchplatz für Herbst 2017 geplant, dann hieß es Sommer 2018. Und jetzt wird es mit Sicherheit Herbst. Grund: Die Ausschreibung ist nicht so gelaufen, wie es sich die Gemeinde vorgestellt hat. „Es gab nur ein Angebot, und das lag wesentlich über der Kostenschätzung“, berichtet Bergs Bürgermeister Rupert Monn auf Anfrage. Deshalb habe die Gemeinde die Ausschreibung aufgehoben und startet einen neuen Anlauf. Geplanter neuer Termin für die Arbeiten ist September/Oktober.

150 000 Euro hat die Gemeinde Berg für die Erneuerung der maroden Brücke eingeplant. Das Bauwerk sei jetzt in schlechtem Zustand um vom TÜV moniert worden, aber nicht einsturzgefährdet, hat Monn erst in der Bürgerversammlung unterstrichen.

Die Arbeiten für die neue Brücke werden die Farchacher vor Herausforderungen stellen. Die Einfahrt zur Kempfenhauser Straße wird für einige Monate nicht möglich sein. Die Umleitung soll über die Straße Am Schlemmerhof und die Wangener Straße erfolgen. Und zwar nur für Anlieger. Der Milchlaster, der die Milch der Farchacher Kühe einsammelt, darf durchfahren. Die Zufahrt zum Berger Wertstoffhof an der Kempfenhauser Straße ist allerdings nicht möglich. „Der Wertstoffhof muss für diese Zeit geschlossen werden“, bestätigt Monn auf Nachfrage. „Die Berger müssen auf andere Wertstoffhöfe ausweichen.“ Der nächstgelegene Wertstoffhof des Abfallwirtschaftsverbands Starnberg (AWISTA) ist der in Starnberg an der Petersbrunner Straße.

Unterdessen sind einige Farchacher verunsichert, was die bevorstehende Brückenerneuerung und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten und Folgen sind. Christian Mayer, der neben der Lüßbachbrücke wohnt, befürchtet, dass Kosten auf die Anwohner zukommen und dass die künftige Brücke eine Tonnage-Beschränkung haben wird. Das würde nicht nur den landwirtschaftlichen Verkehr beeinträchtigen, sondern auch die Zufahrt der Müllfahrzeuge zum Wertstoffhof erschweren. Zudem seien die Eigentumsverhältnisse für den Brückenneubau noch gar nicht geklärt.

Rathauschef Monn kann ihn beruhigen: „Es wird keine Tonnage-Beschränkung geben“, versichert er. Die Brücke werde ausschließlich auf Gemeindegrund gebaut, der auf einer Seite der Brücke sogar in einen Garten hineinreiche. Und der Milchlaster könne auch während der Bauarbeiten Farchach problemlos anfahren: „Er kann die Umleitung über den Schlemmerhof nehmen, das ist ja Anliegerverkehr.“

An den Kosten müssten sich die Anwohner nicht beteiligen. Nicht nur, weil die Straßenausbaubeitragssatzung nicht mehr gilt. „Auch vor einem Jahr hätten sie nichts zahlen müssen“, sagt Monn. „Eine Brücke ist ein Ingenieurbauwerk und von Zuzahlungen ausgeschlossen.“

Jetzt muss man abwarten, was die neue Ausschreibung bringt. Sobald klar ist, wann was wie gebaut wird, will die Gemeinde die Farchacher mit einem Informationsblatt an alle Haushalte informieren.

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