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Breit aufgestellt: Die Berger SPD um Spitzenkandidatin Elisabeth Fuchsenberger (vorne Mitte) hat sich viel vorgenommen.

Kommunalwahl in Berg

SPD-Vordenker Johano Strasser kandidiert erstmals für Gemeinderat

Bei der Berger SPD gibt es dieses Jahr eine Premiere: Erstmals kandidiert SPD-Urgestein Johano Strasse für den Gemeinderat.

Berg – „Die SPD ist momentan etwas abenteuerlich. Wir als Berger SPD versuchen, es hier gut zu machen.“ Mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende des Ortsvereins, Bernhard von Rosenbladt, die Aufstellungsversammlung für die Gemeinderatsliste. auf der steht unter anderem der SPD-Vordenker und Publizist Johano Strasser. „Wir wollen unsere drei Sitze behalten. Wir sind ein ordentliches Team und werden kämpfen“, sagte von Rosenbladt.

Die Liste hatte er den 19 Wahlberechtigten mitgebracht, sie mussten nur zustimmen mussten, was auch einstimmig geschah. Den ersten Platz belegt Elisabeth Fuchsenberger aus Sibichhausen, die seit 2014 im Gemeinderat tätig ist und gerne weiter machen möchte. So auch Werner Streitberger aus Höhenrain, der seit 2002 am Ratstisch sitzt. Sein Ziel: „Nicht den Amtsschimmel wiehern lassen“, sondern „dafür sorgen, dass sich alle Bürger wohlfühlen“. Mit Ulli Obereisenbuchner-Galloth stellt sich auf Platz drei eine parteifreie Landwirtin aus Farchach zur Wahl. Der Mutter von fünf Kindern und Inhaberin des Biohofs Demeter sind Landwirtschaft und Wald wichtig. Sie will „nicht nur Parklandschaft“ haben.

Der nächste Kandidat ist der erst 29-jährige ebenfalls parteifreie Stephan Brunnhuber, Sohn des langjährigen Kommunalpolitikers Karl Brunnhuber, Platz 18 belegt. Stephan Brunnhuber will sich für Nahverkehr und sozialen Wohnungsbau einsetzen. Ihm folgt Janina Ziora, Ur-Urenkelin des Höhenrainer-SPD-Gründers. Richard Ebenbeck steht auf Platz sechs. Der parteifreie 50-jährige ist selbstständiger Reiseveranstalter und will kinderfreundliche Ortschaften.

Alois Brunnhuber legt den Fokus auf Digitalisierung

Alois Brunnhuber (parteifrei), aus Sibichhausen, der Neffe Karl Brunnhubers, ist ein Nachwuchspolitiker, der die Digitalisierung voranbringen will. Er ist Heizungs- und Sanitärmeister. Mitglied der „Munich Brass Band“ ist Andrea Galloth aus Leoni auf Platz neun. Sie will Schulwegsicherheit. Der ehemalige Gymnasiallehrer und langjährige evangelische Kirchenvorstand Michael Sommer (parteifrei) aus Aufhausen setzt sich für Naturschutz, Seniorenangebote und Verkehrswege ein, Barbara Bosshard-Melzer wurde als zupackende Rechtsanwältin vorgestellt. Lukas Vogel (parteifrei) ist ein junger Berger Gymnasiallehrer. Parteifrei ist auch Verena Büchl aus Höhenrain, eine Verwaltungsfachangestellte, sie wirbt für bessere Infrastruktur.

Bernhard von Rosenbladt auf Listenplatz 14 ist aktiv im Helferkreis Asyl und will wegen der „beglückenden Erfolgserlebnisse“ da weiter machen – wie auch die Autorin Franziska Sperr-Strasser. Dazu kommen Autor Anton Hunger, Iris von Frenckel-Machnik, die sich im Wohnzentrum Etztal engagiert und mehr als 20 Jahre im Gemeinderat war, „das Schwergewicht“ Karl Brunnhuber, die Künstlerin Juschi Bannaski und Johano Strasser. Der als SPD-Vordenker bundesweit bekannte, „freischwebende“ Intellektuelle, wie er sich bezeichnet, steht erstmals auf der Liste. Als Ersatz stehen Friedel Mollerus und Gustl Machnik zur Verfügung.

Bernhard von Rosenbladt findet die Liste wegen ausgewogener Geschlechter- und Ortsteilverhältnissen perfekt. „Wir werden einen Wechsel bekommen“, versprach Bürgermeisterkandidat Rupert Steigenberger (Bürgergemeinschaft), der sich besonders für Solarenergie und CO2-Reduzierung einsetzen will. „Berg ist auf einem guten Weg, der fortgesetzt werden muss.“ Er will mehr und bessere Radwege und wie Fuchsenberger genossenschaftlichen Wohnungsbau. Die Spitzenkandidatin würde lieber höher bauen, statt mehr Fläche zu verbrauchen und denkt über neue Wohnformen wie Wohngemeinschaften nach.

Die Liste: 1. Elisabeth Fuchsenberger, 2. Werner Streitberger, 3. Ulli Obereisenbuchner-Galloth, 4. Stephan Brunnhuber, 5. Janina Ziora, 6. Richard Ebenbeck, 7. Chiara Schloter-Quien, 8. Alois Brunnhuber, 9. Andrea Galloth, 10. Michael Sommer, 11. Barbara Bosshard-Melzer, 12. Lukas Vogel, 13. Verena Büchl, 14. Bernhard von Rosenbladt, 15. Franziska Speer-Strasser, 16. Anton Hunger, 17. Iris von Frenckel-Machnik, 18. Karl Brunnhuber, 19. Juschi Bannaski, 20. Johano Strasser.  

von Astrid Amelungse-Kurth

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