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Ein Abend unter Freunden war der Jahresempfang der Berger Bürgergemeinschaft in der Gaststätte „Müller’s auf den Lüften“ in Farchach.

Neujahrsempfang der Bürgergemeinschaft

Bürgermeisterkandidat will keinen klassischen Wahlkampf: „Es ist wurscht, von wem eine gute Idee kommt“

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Der Berger Bürgermeisterkandidat Rupert Steigenberger plädiert im Hinblick auf die Kommunalwahlen 2020 für Zusammenhalt. Der amtierende Bürgermeister Rupert Monn sagt dazu: „Nicht alle haben dieses Ansinnen. Sie sehen es als ihre Aufgabe an, den Gemeinderat aufzumischen.“

Farchach – Der Berger Bürgermeisterkandidat Rupert Steigenberger will keinen Wahlkampf im klassischen Sinne, weil er das gute Miteinander in der Gemeinde weiter fördern will. „Es ist wurscht, von wem eine gute Idee kommt. Hauptsache, sie wird weiterverfolgt.“ Kämpferisch gab sich der Kandidat der Bürgergemeinschaft (BG), der EUW und der SPD am Samstagabend beim Neujahrsempfang der BG in Farchach daher nicht – aber er präsentierte souverän und entspannt, wofür er sich einsetzen will: für genossenschaftlichen Wohnbau, Kinderbetreuung, für Klimaschutz und mehr Bürgerbeteiligung. Und er appellierte an die Berger, dass sie zusammenhalten sollen.

Steigenberger plädierte für genossenschaftlichen Wohnbau, damit junge Menschen in Berg bleiben können. „Und damit wir gemeindliche Grundstücke langfristig in der Gemeinde halten. Die Frage ist nur, schließen wir uns einer anderen Gemeinde an oder gründen wir selbst eine Genossenschaft.“

Der Kampf gegen den Klimawandel beginne bei jedem selbst, sagte der Kandidat. Auch bei der Gemeinde, weshalb der Rathausneubau unbedingt CO2-neutral gehalten werden sollte, ebenso das neue Feuerwehrhaus für Höhenrain. Die Infrastruktur sei „deutlich verbesserungswürdig“, sagte Steigenberger. Dafür biete die Verlegung des Ringkanals in Mörlbach eine große Chance. „Dann können wir auch schauen, dass unser Internet besser wird.“ Das sei nicht nur für das örtliche Gewerbe wichtig, sondern für Privatleute und Landwirtschaft gleichermaßen. „Und wir werden uns intensiv mit den Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung beschäftigen“, kündigte Steigenberger an. „Wir können von einem großen Wissensschatz profitieren, es gibt so viele interessierte Menschen in der Gemeinde.“

Neujahrsempfang der Bürgergemeinschaft: Ein Abend unter Freunden

Es war ein Abend unter Freunden im „Müller’s auf den Lüften“. Zu denen zählt nun eben auch die SPD, seit sie sich entschieden hat, Steigenberger als ihren offiziellen Kandidaten zu unterstützen. EUW-Vertreter waren auch gekommen, darunter der noch amtierende Bürgermeister Rupert Monn, der eine kämpferische Note in den Abend brachte: „Rupert Steigenberger ist mein Kandidat.“ Er sei der richtige Mann, um den Zusammenhalt im Gemeinderat zu wahren. „Nicht alle haben dieses Ansinnen. Sie sehen es als ihre Aufgabe an, den Gemeinderat aufzumischen“, sagte er, ohne die Gruppierung QUH zu nennen. „Lasse ich mich in den Gemeinderat wählen, weil ich für meine Heimat etwas erreichen will oder wegen der Show?“

Steigenberger sagte, dass die breite Unterstützung der drei Gruppierungen BG, EUW und SPD für ihn ausschlaggebend war, um sich der Wahl zu stellen. „Ihr seid meine Unterstützer, ich bin der Kandidat von euch allen – und so müssen wir das alle nach außen tragen.“ Steigenberger kandidiert auf der Liste der Freien Wähler für den Kreistag, deshalb war FW-Kreis-chef Matthias Vilsmayer auch da und stellte sich den Bergern vor. Seine Themen für den Landkreis sind denen Steigenbergers für Berg ähnlich: bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sich um Bildungsmöglichkeiten zu kümmern und den Klimaschutz zu fördern.

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