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„Für einen sicheren Schulweg“: Die Schülersprecher Joshua Grasmüller und Philine Hufnagel gehören zu den Schülern, die das Konzept zur Verbesserung der Verkehrssituation am Landschulheim Kempfenhausen entwickelt haben. 

Landschulheim Kempfenhausen

Schüler kämpfen für mehr Sicherheit

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Weil die Verkehrssituation am Landschulheim Kempfenhausen so unübersichtlich ist, fordern die Schüler einen neuen Bushalt.

Kempfenhausen – Jetzt nehmen die Schüler des Landschulheims Kempfenhausen das Thema selbst in die Hand: „Wir fordern die zuständigen Behörden auf, die Zufahrt und die Bushaltestelle an unserer Schule verkehrssicher umzubauen“, heißt es in einer Pressemitteilung, die der 1. Schülersprecher Joshua Grasmüller verfasst hat. Die aktuelle Situation halten die Schüler nämlich für nicht länger hinnehmbar, wie sie mit einer Untersuchung belegen. Vier zentrale Forderungen haben sie daraus abgeleitet, die die Vollversammlung der Schülervertretung mittlerweile auch beschlossen hat.

Das Landschulheim ist über einen Geh- und Radweg zu erreichen, der auf einer Länge von 250 Meter auch für Fahrzeuge geöffnet ist, unter anderem für Lieferdienste und Lehrer. An der Zufahrt zu dieser parallel zur Staatsstraße verlaufenden Betriebsstraße befindet sich zudem die Bushaltestelle „Starnberg-Bucentaurweg“. Das alles zusammen führt nach Ansicht der Schüler häufig zu unübersichtlichen Situationen.

Wochendurchschnitt: sechs gefährlichen Situationen

Ihre „stichprobenartig durchgeführte Evaluation“ ergab: Zwischen 7 und 8 Uhr stiegen 189 Schüler und damit knapp ein Drittel der gesamten Schülerschaft an der Bushaltestelle aus, sieben Busse hielten dort, zudem passierten durchschnittlich 130 Autos die Zufahrt zum Landschulheim und damit auch die Bushaltestelle. „Im Wochendurchschnitt kam es zu insgesamt sechs gefährlichen Situationen, bei denen eine Schülerin oder ein Schüler von einem Pkw bzw. Bus beinahe erfasst worden wäre“, schreiben Gansmüller und die weiteren Schülersprecher Leopold Kaiser und Philine Hufnagel. Auch zu Schulschluss komme es immer wieder zu brenzligen Situation, zumal Schüler dann im Pulk auf die Busse warten.

Ihre vier Forderungen lauten nun: Neuordnung der Zufahrt und Parksituation am Landschulheim, Ausbau und Verlegung der Bushaltestelle nach Süden mit einer optisch gekennzeichneten Haltebucht, Erweiterung der Bushaltestelle mit einem Haltepunkt in Richtung Starnberg, Umbenennung der Haltestelle „Starnberg-Bucentaurweg“ in „Starnberg-Landschulheim“, um eine bessere Optimierung zu gewährleisten.

Um ihre Ziele zu erreichen, fahren die Schüler aktuell zweigleisig. Ihre siebenseitige Zusammenfassung wollen sie nun dem Gemeinderat und Bergs Bürgermeister Rupert Monn zukommen lassen. Gleichzeitig haben sie ihre Forderung in Form einer Petition ins Internet gestellt, die bis Mittwochnachmittag bereits von mehr als 400 Menschen unterzeichnet wurde.

Monn: Gemeinde übernimmt 80 Prozent der Kosten

Im Berger Rathaus rennen die Schüler mit ihrer Forderung bereits offene Türen ein. „Ich begrüße die Initiative“, sagt Bürgermeister Monn im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Auch er spricht von einer Gefahrensituation an der Stelle, deren Entschärfung bereits seit Jahren Thema sei. Es habe sogar schon ein Konzept gegeben, dessen Umsetzung 200 000 Euro gekostet hätte. „Es war aber gewünscht, dass sich das Landschulheim mit einem geringen Anteil an den Kosten beteiligt“, erinnert Monn und spricht davon, dass die Gemeinde auf jeden Fall 80 Prozent der Kosten übernehme.

Genau diese Kostenbeteiligung sei aber nicht möglich, entgegnet der Leiter des Landschulheims, Elmar Beyersdörfer, und verweist auf die Satzung des Zweckverbandes Bayerische Landschulheime, der auch Träger der Kempfenhausener Schule ist. Die schreibe vor, dass Geld nur für den Betrieb der Schulen ausgegeben werden dürfe, nicht aber für eine Bushaltestelle auf öffentlichem Grund. „Daran ist der Zweckverband gebunden“, sagt Beyersdörfer und spricht von einer absurden Situation: „Eigentlich kommt doch alles aus der gleichen Quelle: Steuergelder.“

Wie es nun weitergeht, ist offen. Immerhin sind sich alle einig im Ziel: die Situation am Landschulheim zu verbessern.

Hier geht es zur Petition der Schüler

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