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Aufkirchens zentraler Platz könnte bald schöner werden, wenn die provisorische Müllsammelstelle vor dem Wirtshaus zumindest anders verkleidet ist. Noch schöner wäre er, wenn der Müll ganz weg käme.

Ortsmitte Aufkirchen

Müllplatz-Provisorium bleibt erstmal

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Nichts währt länger als ein Provisorium. Das gilt auch für den Gaststätten-Müll mitten in Aufkirchen. Ein Ende des Zustands in der Ortsmitte ist nicht in Sicht – obwohl es inzwischen die Baugenehmigung für ein richtiges Müllhäuschen gibt.

Aufkirchen – Seit Jahren wird der Müll, der im Gasthaus Post anfällt, an der Aufkirchner Friedhofsmauer gelagert. Versteckt hinter mit Plastikplanen verkleideten Baustellen-Absperrungen stehen vier große Container und rund zwölf Mülltonnen, unter anderem mit Speiseresten. Fast hat man sich schon an den häßlichen Anblick mitten in Aufkirchen gewöhnt. Zumal immer die Rede von einem Provisorium war. Das droht sich jetzt zu verfestigen. Das ist jedenfalls aus den Worten von Bürgermeister Rupert Monn zu entnehmen. Und das ist umso erstaunlicher, weil laut Landratsamt inzwischen eine Baugenehmigung für ein richtiges Müllhäuschen neben dem Gasthaus vorliegt.

Die unschöne Müllsammelstelle ist seit mehr als vier Jahren auf dem Marienplatz. Als „Post“-Wirt Andreas Gröber das Wirtshaus im Jahr 2012 umbaute, wollte er an das Gebäude auch eine Müllstation anbauen. Weil der Tekturantrag fehlte, stellte ihm das Landratsamt 2013 den Anbau ein (wir berichteten). Die Genehmigung liege nun seit 5. Juli vor, sagt Landratsamtssprecher Stefan Diebl.

Unterdessen lagert der Müll, der im Sommer auch stinkt, weiter neben dem Briefkasten. Zumindest die Optik könnte sich ändern, berichtete Bürgermeister Rupert Monn am Dienstag im Gemeinderat von einem Gespräch mit Gröber. „Der Eigentümer hat vor 14 Tagen versprochen, dass er eine Firma beauftragt, die die Einhausung schöner macht. Dann sieht es so aus wie das frühere Bushäuschen.“

Bei den Gemeinderäten löste diese Ankündigung keine Freude aus. Eher Entsetzen. „Das heißt, dass es sich verfestigt – wir wollen es doch loswerden“, rief Rupert Steigenberger (BG). „Das ist doch eine illegale Müllentsorgung“, meinte Andreas Hlavaty (CSU). Nein, dem sei nicht so, antwortete ihm Monn. Der Eigentümer lagere seinen Müll auf seinem eigenen Grund. „Und es ist noch nicht klar, ob man das dulden muss.“

Gröber hatte im Gespräch mit dem Starnberger Merkur immer unterstrichen, dass die Lagerung legal sei und er lediglich auf den Tekturantrag warte. Gestern war der Wirt für eine Stellungnahme nicht erreichbar, er ist im Ausland. Deshalb war auch nicht zu klären, wieso er weiter Geld in das Provisorium investieren will statt in den Anbau eines richtigen Müllhäuschens.

Bürgermeister Monn unterstrich auf Anfrage, dass die Situation am Marienplatz keine Dauerlösung sein könne. „Das war nur in Ordnung als Notlösung während der Bauphase.“

Das Kuriose: Im Jahr des Umbaus 2012 fertigte ein Landschaftsplaner für den Gemeinderat Entwürfe an, wie der Marienplatz schöner werden könnte und seine Aufenthaltsqualität gesteigert werden könnte. Gröber hatte ebenfalls sein Interesse an einem schönen Platz signalisiert – eine wichtige Botschaft, schließlich gehört der Platz größtenteils ihm. Der Gemeinde gehört lediglich die Straßenführung. Von Verschönerung redet allerdings schon lange keiner mehr. Alle wären froh, wenn der Müll nur endlich weg wäre.

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