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Das Rathaus in Berg.

Ortsentwicklung

Neubau des Rathauses in Berg: Sondersitzung zur Standortfrage

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Seit rund fünf Jahren wird in Berg über mehr Platz fürs Rathaus diskutiert. Jetzt könnte zumindest die Standortfrage entschieden werden. Am Dienstag, 12. Juni, findet eine Sondersitzung des Gemeinderats statt.

Berg – Unbestritten ist: Die Berger Verwaltung braucht mehr Platz. Zwar hinterfragt der eine und der andere Gemeinderat immer wieder, warum das Feldafinger Rathaus in dem kleinen alten Bahnhof arbeiten kann und die Herrschinger trotz viel mehr Einwohnern gar nicht so viel mehr Raum für Mitarbeiter beanspruchen. Doch im Grunde steht die Rathaus-Raumfrage nicht mehr zur Debatte. Sehr wohl aber das Wie und das Wo dieser zusätzliche Raum geschaffen werden kann.

Darüber will der Gemeinderat in einer Sondersitzung am kommenden Dienstag, 12. Juni, entscheiden (Beginn: 19.30 Uhr im Rathaus). Die Ratsmitglieder haben drei Möglichkeiten zur Auswahl.

Eine Möglichkeit wäre ein Neubau auf einem gemeindeeigenen Grundstück in Aufhausen am Enzianweg/Ecke Oberlandstraße. Der Vorteil: Während des Baus würde der Betrieb im alten Rathaus an der Ratsgasse in Berg ganz normal weiterlaufen. Nachteil: Das neue Rathaus wäre vergleichsweise weit ab vom Schuss.

Die zweite Möglichkeit ist eine Erweiterung am jetzigen Standort. Der Vorteil: Auch hier würde man auf gemeindeeigenem Grund agieren. Der Nachteil: Es ist gar nicht klar, ob der Platz dort ausreichen würde. Zudem müsste sehr vieles saniert werden, die Elektrik zum Beispiel ist marode. Der gravierendste Nachteil ist, dass die Verwaltung für die Bauzeit in ein Übergangsquartier ziehen müsste. Das kostet Zeit und Geld.

Der dritte Standort, der im Gespräch ist, ist das Huberfeld am nördlichen Ortseingang in Berg. Dort, wo bis zum Herbst 2016 Asylbewerber in Zelten wohnten, könnte ein neues Rathaus entstehen. Seit fast vier Jahren verhandelt die Berger Verwaltung mit dem Eigentümer des Areals, der katholischen Kirche. Die Verhandlungen waren nicht einfach, die Kirche will nur tauschen, nicht verkaufen. Sollte der Gemeinderat sich für den Standort am Huberfeld entscheiden, würde die Kirche 3000 Quadratmeter auf dem Huberfeld im Tausch für ein 1500 Quadratmeter großes Areal an der Postgasse in der Berger Ortsmitte hergeben. Dort ist ein gemeindeeigenes Mehrfamilienhaus. Für die Mieter würde sich gar nichts ändern – die Kirche würde die Postgasse umgehend in Erbpacht an die Gemeinde abgeben, sodass die Kommune weiterhin Vermieter wäre. Der Vorteil am Huberfeld: Das neue Rathaus hätte einen zentralen, gut erreichbaren Standort. Nachteil: Der Grund müsste erst erworben werden. Doch das Angebot der Kirche – 3000 unbebaute Quadratmeter gegen 1500 bebaute Quadratmeter – wird von Fachleuten als gut bewertet.

Gar nicht mehr im Gespräch ist ein Rathausstandort in Aufkirchen. Als Bürgermeister Rupert Monn die Rathausdebatte Anfang 2013 startete, favorisierte er einen Standort unterhalb der Kirche Mariä Himmelfahrt, wo das Vereinsheim steht. Damit ist er nicht durchgekommen, weil viele die optische Entwertung des denkmalgeschützten Ensembles Alte Schule und Kirche fürchteten.

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