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Nur 86000 anstatt der zunächst veranschlagten 150000 Euro soll die neue Küche im Höhenrainer Kindergarten kosten.

Kinderhaus

Neue Küche, aber nur für Höhenrainer

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Catering für andere Einrichtungen aus der Höhenrainer Kinderhaus-Küche wird es nicht geben. Die Küche wird zwar saniert, gekocht wird nur für rund 60 Höhenrainer Kinder.

Höhenrain – Die Küche im Höhenrainer Kindergarten ist zweifellos erneuerungsbedürftig. Laut Rathaus fehlt es an Hygienestandards, die Elektrik ist nicht in Ordnung, die Geräte und die Möbel sind in die Jahre gekommen. Eine neue Küche ja, doch in welchem Rahmen? Diese Frage hat sich der Berger Gemeinderat nicht leicht gemacht. Dreimal war die neue Küche Thema im Rat – und am Schluss ging’s schnell.

Was vermutlich auch daran lag, dass der Investitionsrahmen von knapp 150 000 Euro auf vergleichsweise schlanke 86 000 Euro abgespeckt worden war. Was die Sache auch billiger macht: Gemeinderat und der Träger KinderArt haben sich von der Idee verabschiedet, von Höhenrain auch die KinderArt-Kinder im Aufkirchner Hort zu verköstigen. Das heißt, die Ausstattung fällt etwas weniger umfangreich aus.

„Es wäre schön gewesen, die 94 Kinder im Hort mitzuversorgen“, sagt KinderArt-Chef Gerhard Jaeger. Die Schulkinder würden derzeit von einem Caterer versorgt. „Wir haben seit vielen Jahren einen ständigen Wechsel – das ist für uns und für die Eltern unbefriedigend.“ Deshalb hatte Jaeger vergangenes Jahr gerne den Vorschlag des Gemeinderats aufgegriffen und geprüft, ob die Hortkinder aus der Höhenrainer Küche und der dort wirkenden Köchin mitversorgt werden können. Leider nicht, wie er sagt. „Das ist logistisch nicht hinzukriegen. Essen auszufahren, ist nicht unser Geschäftszweig.“ Bürgermeister Rupert Monn führt im Gemeinderat am Dienstag aus: „Es lässt sich kein Unternehmen finden, welches das Essen mit dem entsprechenden gesetzlichen Auflagen und gesundheitlichen Vorgaben transportieren kann.“ Eine geeignete Logistik hätte man neu aufbauen müssen, und das hätte zusätzliche Personal- und Fahrzeugkosten verursacht.

Die Kosten für die Küche alleine betragen laut Rathaus knapp 51 000 Euro. Davon werden neue Möbel und Geräte gekauft. Jaeger geht davon aus, dass die neue Küche länger halten werde als die alte, die 2007 runderneuert worden sei. „Das ist so professionell geplant und aus hochwertigem Material – die hält länger als zehn Jahre“, ist er überzeugt.

Weitere 35 000 Euro investiert die Gemeinde, um die bestehenden Räume den vorgeschriebenen Standards anzupassen. Laut Monn muss zum Beispiel ein Gully in den Küchenboden eingebaut werden. Dazu kommen Elektroarbeiten, Fliesenlegerarbeiten sowie Maurer-, Trockenbau- und Malerarbeiten.

Die jetzt ausgehandelte und vom Gemeinderat verabschiedete Lösung sei mit dem Landratsamt abgeklärt, versicherte Monn. Lediglich Anke Sokolowski (FDP) stimmte dagegen. Bis Anfang September, so die Planung, soll die neue Küche eingebaut sein. Dann kommen die neuen Kinder zur Eingewöhnung ins Höhenrainer Kinderhaus.

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