Der neue Pfarrer vor seiner künftigen Kirche: Albert Zott kommt Ende August nach Aufkirchen. Foto: SVJ

Pfarrverband Aufkirchen

Der neue Pfarrer von Aufkirchen hat Humor

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Der neue Pfarrer für den Pfarrverband Aufkirchen, Albert Zott, freut sich auf seine Aufgabe. Vor allem wegen der vielen Ehrenamtlichen, die sich in den vier Pfarreien engagieren.

Aufkirchen – Albert Zott bekommt eine gut organisierte Pfarrei. Mit vielen engagierten Ehrenamtlichen. Beides hatte dazu geführt, dass er sich auf die Stelle des Pfarrers für den Pfarrverband Aufkirchen mit den Pfarreien Höhenrain, Aufkirchen, Percha und Wangen beworben hatte. Und da war natürlich auch der Wunsch, wieder Teil einer Gemeinde zu werden und in ihr zu wirken. „Ich war jetzt sechs Jahre im Krankenhaus in Bogenhausen“, erzählt der 57-jährige Geistliche im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. „Das war sehr schön, im Krankenhaus ist man fast nur und ausschließlich am Menschen. Aber das Leben in einer Pfarrei ist mir abgegangen.“ Dass der Pfarrverband in Aufkirchen so gut aufgestellt ist und ab Oktober sogar einen eigenen Mitarbeiter für die Verwaltungsaufgaben bekommt, sei mit ein Grund gewesen. Zott weiß das zu schätzen: „Der Verwaltungsleiter ist eine echte Entlastung für den Pfarrer und die Kirchenpfleger.“

Der neue Pfarrer sitzt im Gasthaus Post in Aufkirchen, im grauen Anzug und weißem Hemd, ohne Krawatte und ohne Priesterkragen, aber mit einem markanten silbernen Kreuz an einer Kette um den Hals. Er ist Niederbayer, gebürtig aus dem Landkreis Kelheim. Das hört man auch, er spricht ein gepflegtes Bairisch, bleibt stets sachlich, lässt aber im Gespräch immer wieder Humor durchblitzen. Etwa wenn er vom Pfarrfasching erzählt, bei dem er Sketche vorgeführt hat. Er hat Zeit für ein Gespräch, weil er sich gerade mit seinem Vorgänger Pfarrer Piotr Wandachowicz und den Ruhestandsgeistlichen seines neuen Pfarrverbands getroffen hat.

Eigentlich sollte er Metzger werden

Als Pfarrer ist er immer in der Diözese München-Freising geblieben. Eigentlich sollte er Metzger werden und die Metzgerei des Vaters übernehmen. Aber im Internat in Rohr bei den Benediktinern keimte der Wunsch in ihm, sein Leben der Kirche zu widmen. Studium in München, 1987 Weihe zum Priester, erste Anstellung in Taufkirchen an der Vils im Landkreis Erding. Danach hat er eine Ausbildung in Gehörlosenpädagogik gemacht und war zehn Jahre lang Pfarrer für Gehörlose und Geschädigte. „Da war ich von Freising bis Berchtesgaden zuständig“, sagt er. Bevor er nach Bogenhausen ging, war er in Maria Schutz in Pasing. Also gar nicht so weit weg vom Starnberger See.

Berührungspunkte mit Aufkirchen gab es für Albert Zott bisher wenige. Einmal durfte er bei Walter Habdank ein Kunstwerk für sein Priesterseminar kaufen. „Die Wahl fiel auf ,In manibus tuis‘“, erzählt er und holt eine Reproduktion im A7-Format aus seinem Aktenkoffer. Ein Mensch schmiegt sich an die riesige Hand Gottes.

„Der Pfarrer ist der Transponder“

Was macht einen guten Pfarrer aus? „Den Menschen helfen, Christus zu finden“, antwortet Zott. „Anteil nehmen und Anteil geben, am eigenen Leben und am Glaubensleben. Dann ist der Pfarrer der Transponder.“

Die Amtseinführung für Albert Zott ist am Samstag, 14. Oktober. Ins Pfarrhaus in Aufkirchen zieht er schon Ende August ein. Auch das eine Veränderung: Von einer Wohnung in Oberföhring in ein Haus mit Garten. Zott freut sich schon: „Ich brauche spätestens alle zehn Jahre einen Wechsel.“

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