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Wird ein Werkstattschiff: die MS Berg. 

Neuer Dampfer

Berg will weiter auf dem See vertreten sein

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Wenn die Seenschifffahrt in einigen Jahren ein neues Schiff bekommt, soll der Name „Berg“ nicht verschwinden. Der Bürgermeister soll‘s richten.

Berg – Die Werbewirkung eines Schiffes, das den Namen der Gemeinde Berg trägt, ist unbezahlbar. Das findet CSU-Gemeinderat Franz Gastl-Pischetsrieder aus Leoni. Er hat jetzt an das Rathaus geschrieben, weil er um den Verlust dieses kostenlosen Werbeträgers fürchtet. Wie berichtet, wird die jetzige MS Berg in spätestens zwei Jahren aus dem Verkehr gezogen werden und nurmehr als Werkstattschiff dienen. „Damit der Name ,Berg‘ als Schiffsname nicht verloren geht, ist es dringend geboten, sich bereits jetzt bei der Bayerischen Seenschifffahrt mit einem Anschreiben in Position zu bringen“, fordert Gastl-Pischetsrieder. „Als Bezugsfall wäre hierbei das zuletzt eingeweihte Schiff mit dem Namen Seeshaupt sowie am Ammersee die neue ,Utting‘ zu nennen.“ Der Taufe dieser neuen Schiffe war die Außer-Dienst-Stellung der alten Schiffe desselben Namens vorausgegangen. Bergs Bürgermeister Rupert Monn begrüßte den Vorstoß Gastl-Pischetsrieders und versprach, sich an die Seenschifffahrt zu wenden.

Der CSU-Gemeinderat verwies zudem auf die beiden Anlegestellen im Gemeindebereich, die Berg zu einem der größten Seeuferanrainer machten. Und er erinnerte daran, dass Berg dank König Ludwig II., der Wittelsbacher und nicht zuletzt wegen seiner vier Windräder über Bayern hinaus bekannt sei. 1961, als die ganz alte „Berg“ eingeweiht wurde, habe die Gemeinde die Kosten für den Schiffsschmuck, die Musikkapelle und das Freibier übernommen, erinnerte Gastl-Pischetsrieder. Und natürlich für die beiden Schriftzüge und die Gemeindewappen. „Bei der Jungfernfahrt durften sämtliche Schulklassen der Volksschule Aufkirchen einschließlich der Damen und Herren des Gemeinderates teilnehmen“, heißt es im Brief weiter.

Monn sollte zeitnah handeln: „Damit man uns später nicht den Vorwurf machen kann, wir hätten alles verschlafen.“

Die erste MS Berg, auf der die Schulkinder unterwegs waren, wurde übrigens verschrottet. Die zweite ist ein relativ kleines Motorschiff mit 170 Plätzen und ohne Gastronomie. Sie ist nicht behindertengerecht, soll ausrangiert werden und künftig als Werkstattschiff dienen. Bis 2013 war sie die MS Schondorf auf dem Ammersee.

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