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Ist stolz auf ihre Cafè-Filiale am Starnberger See: die Bergerin Jenny Köhling.

„Jenys Café al Lago“

Neuer Kiosk in Leoni kommt gut an: „So was braucht es am See“

  • Tobias Gmach
    vonTobias Gmach
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Kleiner Kiosk, großes Angebot: „Jenys Café al Lago“ am Seeufer in Leoni kommt gerade wegen seiner familiären Atmosphäre an. Jenny Köhling, die auch das „Kaffeehaus Berg“ betreibt, hat sich damit einen Traum erfüllt.

Leoni – Für Hedwig Huber steht fest: „Wir werden jetzt öfter hierher kommen.“ Die Frau aus dem Münsinger Ortsteil Holzhausen sitzt an einem der beiden kleinen Tische in „Jenys Café al Lago“ in Leoni. Seit zwei Wochen hat der Kiosk geöffnet, in dem kleinen Häuschen an der Assenbuchner Straße, das etwa 20 Jahre leer stand. Huber ist begeistert: Es müsse nicht immer das große Café mit vielen Menschen sein. „Und die Blumendeko ist so schön.“Ihr Mann Johann, der den Radhelm noch auf hat, stimmt ein: „So was braucht es am See.“

Gerade das Reduzierte, das Familiäre kommt an bei den Gästen von Jenny Köhling. „Ein Kiosk am See war schon immer mein Traum“, sagt die Bergerin, die sich einen anderen bereits im Januar 2019 erfüllt hatte – mit der Eröffnung des „Kaffeehaus Berg“. Nun pendelt sie zwischen ihren beiden Cafés. Nach zwei Wochen Betrieb direkt am Ufer des Starnberger Sees sagt Köhling: „Der Kiosk wird gut angenommen. Hier ist viel Verkehr.“ Damit meint sie vor allem die Radler, die sich ein Sandwich oder einen Cappuccino mitnehmen. „To go“ gehört zum Geschäftsmodell. Wegen Corona kann Köhling derzeit ohnehin nur zwei statt vier Tische neben dem Häuschen aufstellen.

Vom Eis bis zum Weißwurstfrühstück

Dazwischen huschen immer wieder Badegäste durch, um das Türchen zum privaten Strandbad Galloth aufzuschließen. Auch sie bedient Jenny mit ihren Kolleginnen, ihren „vier Mädels“. Das Angebot ist groß für die kleine Einrichtung: Es reicht von Eis und Backwaren über Desserts wie Tiramisu oder Pana cotta bis zu Weißwurstfrühstück und Wurstsalat. Geöffnet ist schließlich täglich bis 19 Uhr, am Wochenende ab 9, sonst ab 10 Uhr. Köhling hofft, auch von der Schiffanlegestelle zu profitieren, die derzeit allerdings noch nicht wieder von den Dampfern angefahren wird.

Seit sechs Jahren wohnt Köhling in Berg, seit 1989 lebt sie in Bayern. Als Kind kam die gebürtige Dresdnerin mit ihrer Familie nach München. In der Gastronomie ist sie seit 25 Jahren zuhause, sie arbeitete in verschiedenen Cafés und Restaurants und zuletzt fünf Jahre in der Starnberger „Seebar“. Den eigenen Laden am Starnberger See hat sie innen weiß gestrichen, an der Wand hängen Fotos von liebevoll eingeschenkten Kaffeetassen. Die Sandwiches in der Glasvitrine sind in nostalgisches Zeitungspapier gehüllt, von der Decke hängen Körbe mit Obst.

Bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Warum nur ein „n“ in „Jenys Café al Lago“, wo Köhling ihren Vornamen doch mit zwei schreibt? Genau das wolle sie erreichen, ins Gespräch kommen. „Die Leute hinterfragen das, bleiben stehen und sprechen mich an. Das ist Trick 17“, sagt sie und lacht. Man könnte es auch einen Marketing-Schachzug nennen.

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