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Rennrad-EM-Strecke führt am Starnberger See entlang: Was Autofahrer beachten müssen

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Von: Tobias Gmach

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26th UEC Road European Championships 2020 - Men's Elite Road Race
Der Schlusssprint des Rad-EM-Straßenrennens findet heuer in München statt. Davor passieren die Fahrer den Landkreis, die Strecke führt unter anderem am Ostufer des Starnberger Sees entlang. © Luc Claessen

Wenn die schnellsten Rennradfahrer Europas am kommenden Sonntag auch durch den Landkreis jagen, gibt es allerlei Einschränkungen für Autofahrer. Polizei und Feuerwehr sichern die Strecke mit großem Aufgebot.

Landkreis – Neun Europameisterschaften unter einem Dach: Mit den an diesem Donnerstag beginnenden „European Championships 2022“ empfängt München die größte Sportveranstaltung seit Olympia 1972. Ein Großereignis davon findet auch im Landkreis Starnberg statt. Genau gesagt sind es rund 170 Rennradfahrer, die am kommenden Sonntag mit 40 bis 50 km/h am Starnberger See entlang und dann weiter Richtung Landeshauptstadt jagen.

Für die Straßen-Rad-EM (live bei Eurosport) mit dem deutschen Top-Fahrer Pascal Ackermann und bekannten Gesichtern der Tour de France werden abschnittsweise Straßen gesperrt, jeweils für etwa eine Stunde. Laut dem Starnberger Polizeihauptkommissar Oliver Jauch passieren die ersten Fahrer gegen 13 Uhr, von Münsing kommend, die Landkreisgrenze. Mit Gittern und Bändern gesperrt werde ab 12.30 Uhr. Die Strecke führt auf der Staatsstraße über Allmannshausen, Berg, Kempfenhausen, Percha und Wangen weiter nach München. Insgesamt legt das Feld 209 Kilometer zurück. Start ist in Murnau, von dort geht es über Kochel- und Walchensee, Lenggries, Bad Tölz und Geretsried Richtung Fünfseenland. Zum Finale in München drehen die Fahrer fünf Runden á 13 Kilometer.

Stehen bereits an den Straßen: In Percha und Wangen sind Halteverbote verhängt worden – bei Missachtung wird abgeschleppt.
Stehen bereits an den Straßen: In Percha und Wangen sind Halteverbote verhängt worden – bei Missachtung wird abgeschleppt. © Andrea Jaksch

Polizist Jauch ist ganz froh, dass das Rennen den Landkreis im Gegensatz zu Bad Tölz-Wolfratshausen nur streift. Auch so stellen die Beamten ein großes Aufgebot. „Wir bieten alles auf, was verfügbar ist. Den Schichtdienstlern haben wir den zweiten freien Tag gestrichen, und die normalerweise nur unter der Woche arbeiten, müssen auch kommen“, sagt Jauch. Außerdem erwartet die Starnberger Inspektion Unterstützung von sechs Kollegen aus der Oberpfalz. Mit insgesamt 30 Kräften werden allein die Feuerwehren Berg, Kempfenhausen und Allmannshausen im Einsatz sein. „Wir haben 24 Posten zu besetzen“, sagt der Berger Kommandant Bastian Sandbichler. Es gelte, zur entscheidenden Zeit keine Autofahrer, Radler und Fußgänger durchzulassen. Sandbichler: „Das wird spannend mit dem Ausflugsverkehr.“ Vorsorglich haben die Organisatoren den ehrenamtlichen Helfern Kärtchen zum Verteilen an die Hand gegeben. Damit Verkehrsteilnehmer und Anwohner den Hintergrund der Sperrung schriftlich haben – und auch gleich eine Hotline, bei der sie sich beschweren können.

Ab einer halben Stunde, bevor der oder die Spitzenfahrer anrollen, darf die Staatsstraße am Ostufer weder befahren noch überquert werden. Auch die Ausfahrt Percha der A 952 ist in der Zeit nicht passierbar – weder von München noch von Starnberg kommend. Ausnahmen gibt es nur für Rettungskräfte, das betont Jauch in der Pressemitteilung vorab: „Anfragen an einzelne Posten sind nicht zielführend.“ An der Strecke stehen bereits Halteverbotsschilder: an der Buchhofstraße in Percha sowie in Wangen. Wer trotzdem dort parkt, werde abgeschleppt.

Werben für kostenlose Busfahrten: Landrat Stefan Frey und Marie Makowka vom Mobilitätsmarketing im Landratsamt.
Werben für kostenlose Busfahrten: Landrat Stefan Frey und Marie Makowka vom Mobilitätsmarketing im Landratsamt. © Landkreis

Manuel Deutschmeyer vom Organisationsteam betont, dass das Feld auf der flachen Strecke schnell unterwegs ist. Und dass davor und danach viel Verkehr ist: Offizielle, Kameraleute, die Begleitautos der Teams mit Ersatzrädern auf dem Dach. „Hunde an die Leine, Kinder an die Hand“, sagt Deutschmeyer.

Schon eine Woche später, am Sonntag, 21. August, folgt übrigens das EM-Straßenrennen der Frauen. Start ist um 11.15 Uhr in Landsberg, die 130 Kilometer lange Strecke führt über Dießen (etwa 12 Uhr), Seeshaupt und Wolfratshausen nach München. Das AS Cycling Team hat aus diesem Anlass ein Fanfest Mit Foodtrucks, Hüpfburg und einer Expo rund um das Thema Sport und die Ammersee-Region organisiert. Es findet von 9 bis 17 Uhr in der Dießener Mehrzweckhalle statt.

Am Tag der Rad-EM fährt ein Bus kostenlos, andere fallen aus

Zuschauer und auch alle anderen können am Sonntag, dem Tag der Rad-EM, kostenlos mit der Express-Buslinie X970 zwischen Starnberg und Bad Tölz fahren. Dafür fallen andere Fahrten aus. Auf der Linie 961 die ab Starnberg Nord um 11.52 und 12.52 Uhr, die ab Ammerland um 12.20 Uhr und die ab Münsing um 13.27 Uhr. Auf der Linie 975 entfällt die Fahrt ab Starnberg Nord um 12.08 Uhr und die ab Wolfratshausen um 12.42 Uhr. Aber auch auf der Expresslinie X970 kommt es laut Landratsamt zu Einschränkungen. Die Fahrt von Starnberg ab 11.29 Uhr endet bereits in Wolfratshausen, die planmäßige Fahrt ab Bad Tölz um 13:16 Uhr ist erst um 13.59 Uhr. Und die Fahrt von Starnberg ab 12.29 Uhr muss zwischen der Haltestelle Landratsamt/Seebad und Wolfratshausen umgeleitet werden. Die Halte Berg/Grafstraße, Aufkirchen und Dorfen bei Wolfratshausen entfallen daher. 

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