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Das Gerüst steht bereits: Stefan Schmid und sein Verein Christian-Jutz-Volkssternwarte haben heuer ein Großprojekt laufen.

An der Lindenallee

Riesenteleskop für Volkssternwarte in Aufkirchen

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Die Christian-Jutz-Volkssternwarte in Aufkirchen wächst und wächst. Aktuell wird ein Gebäude für das künftig größte Teleskop gebaut, zudem ein weiteres für Exponate.

Aufkirchen – Es ist etwas ganz Besonderes, das da an der Lindenallee in Aufkirchen entsteht. Die Christian-Jutz-Volkssternwarte erweitert demnächst ihr Angebot und baut dafür ein neues Gebäude. In das Häuschen soll ein großes Teleskop ziehen, an dem Sternwarten-Mitglied Ulrich Schmidbauer seit 18 Jahren tüftelt. „Mit dem neuen, großen Teleskop und dem Himmel bei uns lässt sich einiges machen“, freut sich der Vorsitzende des Vereins Christian-Jutz-Volkssternwarte Berg, Stefan Schmid. „Man wird damit mehr sehen als in München – dort ist der Himmel zu hell.“ Im Herbst, so ist geplant, soll die Baumaßnahme abgeschlossen und das Teleskop aufgestellt sein. 

Das neue Gebäude für das neue Teleskop hat Schmidbauer ebenfalls selbst entworfen. „Das Gebäude steht auf Schienen“, erklärt Schmid. „Wenn man den Himmel beobachten will, schiebt man es weg, so dass der Blick frei liegt.“ Die Stelle auf dem Gelände der Volkssternwarte sei perfekt für das neue Teleskop. „Dort haben wir besonders gute Sicht. Der Winkel ist gut, so dass man auch den westlichen Himmel gut beobachten kann.“

So sieht es aus, wenn es fertig ist: Das neue Häuschen lässt sich wegschieben, so dass der Blick in den Himmel frei ist.

Deshalb musste ein bestehendes Gebäude für das Schienenhäuschen weichen. Für die Konstruktion nutzt der Verein die Bodenplatte einer Hütte, die zuvor dort stand. Die alte Hütte wird an anderer Stelle aufgestellt und verschiedene Exponate für Besucher beherbergen, kündigt Schmid an. Ab dem Herbst, so rechnet der Vorsitzende, sei die Volkssternwarte dann um einige Attraktionen reicher.

Das neue Teleskop ist Schmidbauers Baby, wie Schmid berichtet. „Er hat viele Stunden Arbeit und viel Material hineingesteckt.“ Auf eigene Kosten und anhand einer eigenen Konstruktion, wie Schmid auf Nachfrage sagt. Aktuell lagert das Teleskop in Schmidbauers Garage in München. Der makellose Himmel über Aufkirchen, frei von Lichtverschmutzung sei ein guter Standort.

Das neue Gebäude finanziert der Vereine aus eigenen Mitteln. Die Baugenehmigung ließ lange auf sich warten. Schmid sieht es pragmatisch: „Das hat uns Zeit gegeben, Rücklagen zu bilden.“

Mondfinsternis am Dienstag

Diese Woche jährt sich die Mondlandung zum 50. Mal. Die Berger Sternwarte lädt deshalb für den Dienstag, 16. Juli, ab 22 Uhr zur Mondnacht ein. Aus zweierlei Gründen: wegen des Jubiläums sowie wegen der partiellen Mondfinsternis, die für diese Nacht erwartet wird. Um 22.01 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten der Erde. Zur maximalen Abschattung wird es um 23.31 Uhr kommen. Dann werden über 65 Prozent der Mondscheibe im Erdschatten liegen und in einem fahlen roten Licht erscheinen. Neben diesem Himmelsereignis erwartet die Besucher ein Begleitprogramm anlässlich der Mondlandung am 16. Juli 1969. In Aufkirchen sind originale Filmdokumente der Nasa zu sehen. Sternwarten-Mitglieder erklären die einzelnen Phasen dieser außergewöhnlichen Mission. Die Veranstaltung findet nur bei klarem Himmel statt.

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