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Gymnastik, Büro und Schießstand im Keller: Im neuen Funktionsgebäude, das der MTV am Huberfeld plant, kommen auch die Schützen Mantal-Harkirchen unter.

Eine Million Euro von Gemeinde

Schützen und Turner teilen sich ein Haus in Berg: Es wird deutlich teurer

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Jetzt ist es amtlich: Der Schützenverein Manthal-Harkirchen erhält eine neue Heimat im Untergeschoss des geplanten MTV-Sportlerheims. Der Gemeinderat segnete die Planungen ab.

Berg – Auch wenn alles deutlich teurer wird: Der Berger Gemeinderat votierte in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür, das geplante MTV-Mehrzweckgebäude am Huberfeld zu unterkellern und damit eine neue Heimat für die Schützengesellschaft Mantal-Harkirchen zu schaffen. Die Kosten für das Gebäude liegen bei 1,33 Millionen Euro, wie Architekt Volker Cornelius sagte. Eine knappe Million wird die Gemeinde Berg zuschießen.

Seit Herbst vergangenen Jahres verhandeln Gemeinde und die beiden Vereine, ob sie zusammenkommen können. Sie können, wie MTV-Chef Andreas Hlavaty sagte. Die Zusammenarbeit mit Schützenvorstand Leo von Klenze funktioniere gut. Die Schützen haben nach dem Brand im Manthal keinen Raum mehr für ihren Schießstand.

Die Schützen bekommen neben dem Schießstand einen Aufenthaltsraum, eine Teeküche und einen Raum für Getränke. Der Raum, in dem der elektronische Schießstand unterkommt, könne bei Bedarf auch als für andere Zwecke genutzt werden. Der Schießstand habe den Brand überlebt, berichtete von Klenze.

Der MTV habe durch das Kellergeschoss auch einen kleinen Vorteil, wie Cornelius sagte. Er bekommt mehr Platz im Erdgeschoss, weil die Haustechnik ins Untergeschoss wandere. Im Obergeschoss ist ein Gymnastiksaal geplant. In dem Gebäude kommen auch Umkleiden, die Geschäftsstelle des MTV und ein Kiosk unter.

Der Keller wird deutlich teurer

Der Keller werde entsprechend den Regeln und Sicherheitsvorschriften geplant, sagte Architekt Cornelius. „Der Verein hat alles geprüft und zugestimmt, und der MTV hat es positiv zur Kenntnis genommen.“ Der Keller werde deutlich teurer, weil ein Aufzug eingeplant und er damit behindertengerecht werde. Im Herbst war noch von 1,22 Millionen Euro die Rede. Ohne Keller lagen die geschätzten Kosten bei etwas mehr als 700 000 Euro.

Von den 1,33 Millionen geschätzten Baukosten trägt die Gemeinde 960 000 Euro. Der MTV erhält einen Zuschuss vom Landessportverband in Höhe von voraussichtlich 111 000 Euro, der Bayerische Sportschützenbund hat bereits 66 500 Euro zugesagt. Die beiden Vereine treten gemeinsam als Bauherr auf, um sich Zuschüsse zu sichern. Faktisch sei aber der MTV verantwortlich, sagte Hlavaty. „Die Schützen erhalten eine Nutzungsvereinbarung über 30 Jahre, sie werden sich mit einem gedeckelten Betrag an den Nebenkosten beteiligen. Der MTV bleibt der federführende Verein und hat die Sorge zu tragen. Wir bekommen einen Partner, der nicht so viel Geld hat“, stellte Hlavaty ohne Vorwurf fest.

Dem MTV geht es finanziell besser: Er investiert 250 000 Euro in das Sportfunktionsgebäude. Voraussichtlich 2021 ist Baubeginn.

Die zusätzlichen Kosten waren im Gemeinderat kein Thema. „Ich halte die Unterkellerung auf jeden Fall für angebracht“, sagte Bürgermeister Rupert Monn. „Damit zur großen Freude von uns allen der Schützenverein unterkommen kann. Der Keller ist aber auch finanziell zu rechtfertigen.“

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