Geplanter Ausbau 

Sparen für die neuen Straßen

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Der Straßenausbau ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn Straßen in guter Form sind, freut das die Autofahrer. Wer sich meistens weniger freut, sind die Anlieger, die mitzahlen müssen. Welche Straßen in Berg auf der Aufgabenliste stehen, wurde jetzt im Gemeinderat vorgestellt.

Berg – Das Zauberwort heißt Straßenausbaubeitragssatzung: Weil diese Satzung in Gemeinden mit wenig Finanzkraft Pflicht ist, müssen sich Anwohner am Ausbau ihrer Straße finanziell beteiligen. In Neubaugebieten sorgt das meistens für keine Diskussionen. Im Altbestand schon, weil bis zu 90 Prozent der Kosten auf die Anlieger umgelegt werden, wenn eine bisher nicht hergestellte Straße neu gemacht wird. Nicht hergestellt heißt, dass sie bislang keinen frostsicheren Untergrund hatte.

Straßenausbau ist also ein Reizthema, das regelmäßig vor der Sommerpause im Berger Gemeinderat diskutiert wird, wenn das Straßenbauprogramm vorgestellt wird. Tiefbauamtsleiter Johannes Voit zog Bilanz und nannte die Straßen, die in den kommenden Jahren ausgebaut werden sollen. Sprengstoff, sprich: Widerstand der Anwohner, ist erst ab 2020 zu erwarten. Unter anderem steht Mörlbach dann auf der Liste des Bauamts.

Heuer sollte eigentlich die Seestraße vor dem Hotel Schloss Berg gemacht werden. „Das wurde zurückgestellt“, berichtete Voit. Der Rest der Seestraße wurde schon vor Jahren ausgebaut. Nachdem die Anwohner im Vorfeld umfangreich informiert worden waren, beteiligten sie sich ohne Murren an den Kosten. Die Planungen für den Ausbau Oberer Lüßbach in Höhenrain laufen. Das ist ein Sonderfall: Die Gemeinde versucht seit Jahren, für das dortige Gewerbegebiet eine ordentliche Anbindung zu schaffen. Nach jahrelangen Grundstücksverhandlungen und Androhung von Enteignung ist es nun so weit. 2018 soll der Ausbau erfolgen, berichtete Voit.

2018 ist auch noch der Bürgermeister-Josef-Ücker-Ring an der Reihe. Der Straßenausbau des neuen Wohngebiets im Osten Bergs ist laut Voit allerdings bereits über den Erschließungsträger BayernGrund abgegolten.

Was nach 2018 passiere, sei noch offen, sagte Voit. „Es ist viel zu klären, deshalb ist eine weitere Vorschau kaum lieferbar.“ Klar ist aber, welche der 65 Straßenkilometer in Berg ausbaubedürftig sind. Dazu gehören die Bäckergasse, der Bräuhausweg und der Oskar-Maria-Graf-Platz in Berg sowie der Rest der Etztalstraße und der Etztalbreite. Der Kapellenweg in Berg wird gemacht, nachdem die Wasserleitung erneuert wurde. Dasselbe gilt für die Dürrbergstraße in Assenhausen. Fischbuchet und Am Bachfeld in Kempfenhausen sind erneuerungsbedürftig. Ebenso der Zieglerweg und die Seeburgstraße in Allmannshausen.

Und Mörlbach kann sich auf eine Großbaustelle einrichten, allerdings frühestens ab 2020. Dann werden die Straßen neu gemacht, nachdem der Kanal neu verlegt wurde. Wie berichtet, muss Mörlbach an die Kläranlage in Starnberg angeschlossen werden, fordert das Wasserwirtschaftsamt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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