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Leichenfund nahe Starnberger See: Kripo ermittelt mit Hochdruck - und hüllt sich in Schweigen

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Gesperrter Waldweg in Berg: Die Ermittler geben derzeit keine neuen Erkenntnisse bekannt.
Gesperrter Waldweg in Berg: Die Ermittler geben derzeit keine neuen Erkenntnisse bekannt. © PS

Die Kripo ermittelt nach dem Fund einer Frauenleiche im Wald bei Berg mit Hochdruck. Am Dienstag wurde das Gebiet weiter abgesucht - aber neue Erkenntnisse sind kaum bekannt.

Berg – Nach dem Fund einer toten Frau im Wald östlich von Berg bleiben Polizei und Staatsanwaltschaft bei der Bekanntgabe von Details sehr zurückhaltend. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ könnten derzeit keine Fragen zur Identität, zum Obduktionsergebnis oder zum aktuellen Ermittlungsstand beantwortet werden, erklärte Andrea Mayer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II, gestern auf eine Anfrage des Starnberger Merkur. Auch einen Zeugenaufruf gebe es „derzeit nicht“.

Nach Leichenfund im Wald: Polizei hält sich „aus ermittlungstaktischen Gründen“ bedeckt

Ein Polizeisprecher erklärte derweil, die Kripo Fürstenfeldbruck ermittle sehr intensiv und versuche, Vermisstenfälle abzugleichen. Wie lange die Tote schon im Wald lag, lasse sich noch nicht genau eingrenzen. Da sie bereits zum Teil skelettiert war, müsse der Todeszeitpunkt aber „schon eine Weile“ zurückliegen. Ein Tötungsdelikt sei nicht ausgeschlossen.

Damit bleibt es beim Stand von Montag, der ist: Am Sonntagnachmittag fand der Hund von Spaziergängern im Wald die teilskelettierte Leiche einer Frau – anfangs hatte es in Berg Gerüchte gegeben, es sei ein Kind gewesen. Mehrere Stunden bis in die Nacht zum Montag untersuchten Ermittler den Fundort und die Umgebung.

Spaziergänger findet tote Frau im Wald: Leichnam in München obduziert

Der Bereich wurde auch mit einer Drohne und Hunden abgesucht. Der Leichnam wurde in München obduziert – die Ergebnisse sind aber nicht bekannt. Auch die Identität des Opfers – die Kripo geht von einem „nicht natürlichen Tod“ aus – ist unklar. Aus dem Landkreis sind in jüngerer Zeit keine Vermisstenfälle bekannt geworden.

Direkt neben dem Gebiet, das die Polizei auch gestern mit mehr als 50 Beamten weiter durchsuchte, befindet sich ein Trainingsgebiet der DLRG-Rettungshundestaffel Starnberg. Allerdings haben die Ehrenamtlichen mit ihren Suchhunden dort seit 10. September nicht mehr geübt, wie Staffelleiter Jürgen Römmler auf Anfrage sagte.

Die Rettungshundestaffel übt dort in den Sommermonaten die Suche nach Vermissten, die Leichensuche an Land ist nicht ihr Tätigkeitsgebiet. Dennoch ist sich Römmler fast sicher, dass bei den Übungen eine Leiche im Wald von den Hunden gefunden worden wäre. Bei den Trainings zuvor habe es „keine Auffälligkeiten“ gegeben. (ike/ps/dpa)

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