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Blüten und Kräuter dichtgedrängt: Elisabeth und Bastian Wastian pflegen ihren Bauerngarten in Hochstadt.

Aktionstag

Gartenzimmer und Bauerngarten

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Geteilte Freude ist doppelte Freude: Diese Motivation leitet die Hausbesitzer, die am Tag der offenen Gartentür ihre Gärten für die Öffentlichkeit öffnen. Die Konzepte sind sehr unterschiedlich: Susan Buschke hat ein Gartenzimmer, Elisabeth und Bastian Wastian einen Bauerngarten.

Landkreis– Wer einen Garten hat oder seine Gärtner-Leidenschaft auf dem Balkon pflegt, lernt nie aus. Er freut sich über Tipps und Tricks, über Inspirationen und Ideen. Schon deshalb hat der Tag der offenen Gartentür seit Jahren so viel Erfolg. An diesem Sonntag, 25. Juni, öffnen wieder fünf Gartenbesitzer von 10 bis 17 Uhr ihre Türen.

Eine von ihnen ist Susan Buschke. Sie wohnt in Berg auf der Maxhöhe, Blaubergstraße 10. Sie hat neben der Freude über die Natur einen zweiten Grund, die Öffentlichkeit in ihren Garten einzuladen. „Ich habe viele Reisen in Gärten nach England gemacht“, sagt sie. „Ich war jedes Mal froh, dass ich die Gärten ansehen durfte und nicht nur Bücher wälzen musste.“

Den gleichen Gefallen will sie nun den Landkreis-Bürgern tun und öffnet ihr Gartenzimmer. Ein Park ist es nicht ganz, obwohl der Garten rund 3000 Quadratmeter groß ist. Das war nicht von Anfang an so: „Wir hatten das Glück, dass die Nachbarn nach und nach ihre Gärten reduziert haben“, berichtet Buschke. Nun präsentiert sich eine Z-förmige, sehr gepflegte Anlage mit Sitzoasen und vielen Blickfängen. „Der Garten ist noch nicht vollendet, aber für meine Verhältnisse sehr schön.“ Die Pflanz- und Pflegepläne erstellt Buschke selbst, bei der Pflege hilft ein Gärtner. „Die Herausforderung ist, die starkwüchsigen Pflanzen so in Schach zu halten, dass die schwächeren Pflänzchen eine Chance haben.“

Wild und wunderschön

So ziemlich das Gegenteil ist der Garten der Wastians aus Hochstadt, Am Bichl 3. Ein 60 Jahre alter Bauerngarten, der neben der farbigen Blumenpracht die Familie miternährt. Und der ein Hingucker in Hochstadt ist – weshalb die Wastians heuer die Landkreisbürger hinter den Gartenzaun bitten. „Letztes Jahr war zur schönsten Blühzeit ein Schützenfest auf der Wiese vor unserem Garten“, berichtet Elisabeth Wastian. „Das war ein Blütenmeer.“ Deshalb ist sie heuer bei der Aktion dabei. „Im Moment ist es leider nicht so wild mit den Blüten, aber ich hoffe, dass zum Wochenende die Ramblerrose aufgeht.“ Die Gäste bekommen etwas zu trinken und natürlich Antworten auf alle Fragen. Vielleicht erhält Elisabeth Wastian auch eine Antwort: warum der Dill bei ihr nicht wachsen will. „Er ist aufgegangen, aber jetzt fällt er zusammen.“

Diese Gärten sind ebenfalls geöffnet

Folgende Gärten öffnen an diesem Sonntag, 25. Juni, von 10 bis 17 Uhr ihre Türen: Japan-Flair gibt es im Garten von Gudrun und Lüder Paysen (Berg, Bäckergasse 11a). Der abwechslungsreich gestaltete und großzügig angelegte Wohn- und Nutzgarten besticht durch japanische Elemente, wie einem original japanischen Teehaus und zwei Teichen. Der Bachlauf wird von Bambus, Azaleen, Rhododendren und anderen exotischen Pflanzen geschmückt. Dem Obst- und Gemüsegarten gibt eine Natursteinmauer Struktur. Ein Hang wurde ansprechend mit Granitstelen gesichert. Im Garten verbirgt sich zudem eine Keramikwerkstatt sowie Schattenbeete und Zierstauden.

Bei Gretl Ufer-Süßkind, Christian Ufer und Renate Richten in Starnberg, Possenhofener Straße 13 und 15, finden Naturliebhaber einen naturnahen und torffreien Garten, der von allen Bewohnern gemeinsam genutzt wird. Der Vorgarten begeistert durch seinen Blumenreichtum. Den Garten prägen alte Bäume, Wildstrauchhecken, Stauden- und Sommerblumenbeete sowie naturbelassene Bereiche. Im großen Gemüsegarten wird selbst kompostiert. Der Naturteich wird vom Grundwasser gespeist.

Die Solidargemeinschaft Starnberger Land in Weßling-Oberpfaffenhofen präsentiert ihren Sonnenacker an der Ecke Lilienweg/Rosenstraße. Sonnenäcker bieten Menschen, die keinen eigenen oder keinen geeigneten Garten haben, die Möglichkeit, auf so genannten Bifängen ihr eigenes Gemüse, Kräuter oder auch Blumen anzubauen. Auf engem Raum wachsen so die unterschiedlichsten Kulturen. Das führt zu einem bunten Miteinander, auch innerhalb der Hobbygärtnergemeinschaft. Mitarbeiter der Solidargemeinschaft und Pächter werden vor Ort sein.

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