Unfall in Mörlbach - und weitere in Berg

Gegen Pkw: Radfahrer lebensgefährlich verletzt

Ein Radfahrer ist am Mittwochabend bei einem Unfall in Mörlbach lebensgefährlich verletzt wurden. Bei der Anfahrt von Rettungskräften kam es zu zwei weiteren Unfällen - weil Autofahrer ausweichen wollten.

Mörlbach/Berg – Ein Unfall mit einem Fahrradfahrer am Mittwochabend in Mörlbach hat weitreichende Folgen gehabt. Ein Münchner wurde lebensgefährlich verletzt, zwei weitere Unfälle stehen in direktem Zusammenhang mit dem Einsatz von Rettungskräften in Mörlbach. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich angeischts von Fahrzeugen mit Blaulicht und Martinhorn verhalten sollte.

Der Auslöser war ein Fahrfehler eines Radfahrers (73) aus München, der am Mittwochabend von Mörlbach kommend auf die Kreisstraße Richtung Waldhausen einbiegen wollte. „Beim Einbiegen übersah er jedoch den VW Polo einer 21 Jahre alten Frau aus Icking, die in Richtung Bachhausen unterwegs war. Da er die Kurve wohl auch massiv geschnitten hatte, fuhr er nahezu frontal in den VW“, erklärte Oliver Jauch, Verkehrssachbearbeiter der Polizei Starnberg. Die junge Frau hatte nach derzeitigem Kenntnisstand keine Chance, den Unfall zu verhindern, obwohl sie noch auswich. Der Münchner erlitt schwerste Kopfverletzungen, verlor ein Ohr und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Zunächst bestand Lebensgefahr, inzwischen geht es dem Mann besser. Ein Gutachter untersuchte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft den Unfallort. Die 21-Jährige erlitt einen Schock und kam ins Krankenhaus.

Autofahrer erschrecken bei Martinhorn

Wegen anfahrender Rettungsfahrzeuge verloren zwei andere Autofahrer in Berg und Kempfenhausen die Übersicht und bauten Unfälle. „Der Schreck vor den entgegenkommenden Rettungswägen führte bei zwei Fahrern dazu, dass sie zu weit nach rechts lenkten und dabei gegen geparkte Fahrzeuge fuhren“, berichtet Jauch. In einem Fall entstanden nur Kratzer, im anderen krachte eine Bergerin (21) mit ihrem Mitsubishi auf das Hinterrad eines VW und riss sich die Radaufhängung ab.

Jauch rät Autofahrern, denen Fahrzeuge mit Blaulicht entgegenkommen: „Ruhe bewahren. Zügig, aber nicht hektisch an den rechten Fahrbahnrand fahren und möglichst bis zum Stillstand abbremsen – keine Vollbremsung!“ An unübersichtlichen Stellen, wie engen Kurven oder bei Gegenverkehr, solle man lieber noch ein paar Meter weiter fahren, bis das Blaulicht-Fahrzeug gefahrlos vorbeifahren könne. 

Rubriklistenbild: © dpa / Carsten Rehder

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