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Holz war sein liebster Werkstoff: Gerd Jäger bei einer Ausstellung seiner Skulpturen im Berger Marstall. 

Herausragender Name in der Szene

Verfechter für Natur und Tierwelt: Gerd Jäger gestorben

Gerd Jäger ist tot. Der Kommunalpolitiker und Künstler ist mit 77 Jahren verstorben – für viele überraschend.

Farchach Erst vor wenigen Wochen war er wieder mit in den Vorstand der Berger Grünen gewählt worden, für die er sich viele Jahre im Gemeinderat engagiert hatte. Und Anfang Juli hatte er zahlreiche Gäste im Rahmen der Gartentage bei sich in Farchach begrüßt.

Bürgermeister Rupert Monn hat das „Berger Unikum, so darf man ihn sicherlich bezeichnen“, als leidenschaftlichen Verfechter für die Natur und die Tierwelt kennen und schätzen gelernt. Als Kommunalpolitiker habe er sich gegen die Versiegelung der Landschaft und für ihre Entsiegelung stark gemacht, so Monn.

In der Kunst- und Kulturszene hatte Gerd Jäger einen herausragenden Namen. Der Bildhauer hat sich über Jahrzehnte vornehmlich mit dem Werkstoff Holz befasst. Jäger ist mehrfach ausgezeichnet worden, so 1987 mit dem Schwabinger Kunstpreis. Er hat sich mit aller Kraft und Erfolg dafür eingesetzt, dass der Berger Marstall als Stätte der Kultur erhalten wird. Dort hat er öfter seine Skulpturen ausgestellt.

Jäger stammt aus dem Schwarzwald, wo er 1942 als Sohn eines Försters zur Welt kam. Die Liebe zur Natur und zum Holz war ihm quasi in die Wiege gelegt worden. Zunächst hatte er sich an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg für eine Malklasse eingeschrieben. Dann wechselte er an die Münchner Kunstakademie zum dänischen Bildhauer Robert Jakobsen. Seit 1980 lebte er in Farchach. Er war Mitbegründer der Berger Grünen und auch im Vorstand der Ortsgruppe des Bundes Naturschutz aktiv.

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