1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg
  4. Berg

Vermeintlicher Bombenfund am Starnberger See: Es ist ein anderes Weltkriegs-Utensil

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Kurzzeitige Sperrung: Wegen eines verdächtigen Gegenstands war die Straße nach Berg in Kempfenhausen gesperrt. © Jürgen Römmler

Bei Bauarbeiten ist in Kempfenhausen ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden. Die Einsatzkräfte befürchteten zunächst einen Blindgänger - stießen aber auf ein anderes Utensil aus dem zweiten Weltkrieg.

Kempfenhausen – Es ist immer wieder erstaunlich, welche Utensilien aus dem Zweiten Weltkrieg heutzutage im und rund um den Starnberger See auftauchen. Bestes Beispiel ist der Fund, den Bauarbeiter gestern Mittag bei Erdarbeiten in Kempfenhausen machten. Der Bagger brauchte eine Druckgaspatrone zum Vorschein. Sie gehörte mit großer Wahrscheinlichkeit einst zu einem aufblasbaren Rettungsboot. 

Für die Einsatzkräfte an der Münchner Straße war das relativ einfach zu recherchieren, wie Kreisbrandrat Peter Bauch berichtet. Die englische Aufschrift auf der Patrone verwies auf eine Art Rettungsset aus dem Krieg, das Kampfpiloten an Bord dabei hatten. Noch heute werden die Rettungsinseln von Passagierflugzeugen mit ähnlichen Patronen aufgeblasen. 

null
Die Einsatzkräfte fanden heraus, dass die Gaskartusche aus dem Zweiten Weltkrieg stammte © Jürgen Römmler

Weil sie schnell einen militärischen Hintergrund vermuteten, gingen die Einsatzkräfte auf Nummer sicher. Sie sperrten den Bereich großräumig ab, 45 Minuten lang durften ihn keine Autos passieren. Außerdem hielt die Feuerwehr ein Löschrohr bereit. Abschließende Klarheit brachte laut Feuerwehr die Kontaktaufnahme mit dem Kampfmittelräumdienst. Der teilte mit, dass die Gaspatrone ungefährlich ist. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Kempfenhausen, Berg, Percha, Hochstadt, Oberpfaffenhofen und die Kreisbrandinspektion sowie mehrere Rettungswagen, die Einsatzleitung des Rettungsdiensts, Polizei und ein Fachberater des THW.

Lesen Sie auch: 

Bei Bauarbeiten nahe der A3 bei Regensburg ist eine Bombe gefunden worden. Folge sind eine einstündige Vollsperrung sowie eine Evakuierung im Umkreis von 250 Metern. 

Der Freistaat will Traum-Grundstück am Starnberger See kaufen - und darf nicht.

Auch interessant

Kommentare