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15 Zelte, in denen bis Ende Oktober Asylbewerber wohnt en, kochten und sich wuschen, sind in Berg zu vergeben.

Provisorische Asylunterkünfte

Viele Interessenten für Berger Zelte 

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Wer die Berger Asylzelte bekommt, ist noch unklar. Es gibt viele Interessenten. Zum Beispiel die Feuerwehr.

Berg – 15 Zelte, in denen bis Ende Oktober Asylbewerber wohnten, kochten und sich wuschen, sind in Berg zu vergeben. Fünf möchte allein die Kreisbrandinspektion haben. Für den Katastrophenfall, wie Kreisbrandrat Markus Reichart sagt. Die Kreisbrandinspektion ist noch an wesentlich mehr interessiert als nur an den Zelten: Sie nimmt auch die hölzernen Laubengänge ab, die die Zelte in Berg verbinden, und Stromkabel, die zum Teil im Erdreich verlegt sind.

„Wer die Zelte kriegt, soll mit abbauen“, sagt Reichart. Das sei die Botschaft aus dem Landratsamt. Die Kreisbehörde versucht, für die Regierung von Oberbayern eine Weiternutzung für die kleineren Berger Einzelzelte und die beiden großen Zelte in Tutzing und Pöcking zu finden. Die großen sind schon vergeben (siehe Kasten), die kleineren noch nicht.

Fünf möchte die Kreisbrandinspektion, zwei die Allmannshauser Feuerwehr, zwei die Gemeinde Berg für Obdachlose im Notfall. Auch das BRK hat Interesse angemeldet und der Arbeiter-Samariterbund. Vergeben ist noch keines, weiß Reichart.

Die Kreisbrandinspektion freut sich jetzt schon über das Holz, das sie dank des Zeltabbaus in ihr zentrales Notfalllager überführen kann. Dort bewahrt die Kreisbrandinspektion Hilfsmaterial für Notfälle auf. Decken, Kopfkissen und Handtücher für 200 Personen sind dort gelagert, ebenso Material für die Stromversorgung.

Für dieses Lager hofft die Kreisbrandinspektion auch auf die Heizungen aus der Berger Zeltstadt, die Zelte, das Holz und auch Stromkabel. In Tutzing habe man vergangenes Wochenende bereits Kabel ausgegraben. Auch einer der beiden Berger Laubengänge ist teils schon abgebaut.

Die Laubengänge waren im Herbst 2015 als Zimmermannskonstruktion aus Holz und Zeltbahnen extra angefertigt worden, damit die Zeltbewohner trockenen Fußes nachts zur Toilette kommen. Der Abbau sei nicht ganz einfach, sagt Reichart. Die Planen müsse man abschneiden, und das Holz sei mit den Zelten verbunden. Deshalb sei es besser zu warten, bis die Zelte endgültig vergeben sind, um alles zusammen abzubauen.

Das Holz ist extrem nützlich für die Kreisbrandinspektion. „Es ist sauber zugeschnitten und gehobelt“, sagt Reichart. „Was wir jetzt schon im Lager haben, entspricht einem mittleren vierstelligen Betrag.“ Genutzt würden die drei bis fünf Meter langen Balken als Bau- und Rüstholz. Bei Unfällen, wenn etwa ein Lkw abgestützt werden müsse, oder im Brandfall, wenn ein Dach provisorisch befestigt werden müsse. „Dann können wir uns behelfen, bis das Technische Hilfswerk kommt.“

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