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Auf dem Weg in den Ruhestand befindet sich der Berger Bürgerbus. 15 Jahre lang hat er zuverlässig seinen Dienst erledigt – jetzt ist er zu reparaturanfällig.

Bürgerbus

Viele Pannen: Ein Neuer muss her

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Die Berger Vereine können sich freuen: Die Gemeinde will im kommenden Jahr einen neuen Bürgerbus anschaffen. Der alte ist rund 15 Jahre alt und schon einmal liegengeblieben.

Berg – Der Berger Bürgerbus ist eine wichtige Einrichtung. Für 33 Cent pro gefahrenen Kilometer können Vereine sich den VW-Bus ausleihen, um mit jugendlichen oder erwachsenen Mitgliedern kostengünstig weitere Strecken zu bewältigen. Der MTV greift oft auf den Bürgerbus zurück, auch andere Vereine nutzen ihn rege.

Die Nutzung ist allerdings langsam mit einem Risiko verbunden, wie in den Haushaltsberatungen im Gemeinderat deutlich wurde. „Der Bus ist leider teilweise auf der Strecke liegengeblieben, weil er eine Panne hatte“, berichtete CSU-Fraktionschef und MTV-Vorsitzender Andreas Hlavaty. Er wünscht sich, dass die Gemeinde einen fahrtüchtigen Ersatz besorgt.

Das will sie auch, wie Rathauschef Rupert Monn sagte. „Der Bus ist in die Jahre gekommen“, gab er zu. Unklar ist allerdings noch, wie die Finanzierung eines neuen Bürgerfahrzeugs aussehen könnte. Der alte war werbefinanziert, wie man ihm ansieht: Einheimische Firmen und Vereine haben eine Werbung auf dem Bus gekauft, so wurde der Kaufpreis bezahlt.

„Das war auch wichtig für die Kalkulation der Nutzungsgebühren“, erklärt der Bürgermeister auf Anfrage. „In den 33 Cent, die die Nutzer pro Kilometer bezahlen, ist der Anschaffungspreis nicht enthalten. Das sind nur die Betriebskosten.“ Deshalb hätte er gerne, dass ein neuer Bus wieder werbefinanziert würde. „Sonst müssten wir die Anschaffungskosten mit einrechnen und dann wird es für die Vereine zu teuer und damit uninteressant.“

Suche nach seriösem Anbieter gestaltet sich schwierig

Vor ein, zwei Jahren startete eine Firma den Vorstoß, Werbemittel einzusammeln, die ein neues Fahrzeug finanzieren könnten. Das hat nicht geklappt. Laut Monn war die Firma nicht reell: „Es gibt sehr viele Scharlatane auf diesem Markt.“ Jetzt gebe es wieder einen Interessenten, der sich kümmern will. „Den prüfen wir auf Herz und Nieren. Es wirft ja ein schlechtes Bild auf die Gemeinde, wenn wir jemanden empfehlen und dann klappt das nicht.“

Hlavaty schlug vor, einen neuen Bürgerbus aus dem Haushalt zu finanzieren. Es könne ja auch ein gebrauchtes Fahrzeug sein. Monn ging darauf ein, auch wenn er immer noch auf die Werbe-Variante hofft. „Ich bitte darum, der Verwaltung die Chance zu geben, einen neuen Werbefinanzierer auszuprobieren.“ Für Monn ist auch eine Mischkalkulation denkbar. Ein Teil der Anschaffungskosten für einen gebrauchten Bus könnte aus Werbemitteln stammen, den Rest würde die Gemeinde drauflegen.

Hlavaty steht der Werbefinanzierung skeptisch gegenüber. „Es würde der Gemeinde schon gut anstehen, einen Bus zu haben, der nicht von vorne bis hinten mit Werbung zugekleistert ist.“

Der Bürgerbus ist seit Jahrzehnten eine Institution in Berg. Wer ihn nutzen will, schließt einen Vertrag mit der Gemeinde ab. Neun Personen finden Platz darin. Der Nutzer bekommt den Bus vollgetankt übergeben. An Kosten fallen 0,33 Euro pro gefahrenen Kilometer an, die Spritkosten sind dabei sogar schon inklusive. „Wenn jemand weitere Strecken fährt und tanken muss, bekommt er gegen einen Beleg sein Geld zurück.“ Die Insassen und der Fahrer sind vollkaskoversichert, bei 150 Euro Selbstbeteiligung.

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