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Begeistert von den Sternen (v.l.): Leopold Schulz, Sabine Öchsel, Vereinsvorsitzender Stefan Schmid, Alexander Quelle, Julius Gräff, Ehrenmitglied Prof. Christian Jutz, Peter Unterstaller, Hans-Christian Lemm und Benno Ruhdorfer mit dem Linsenfernrohr der Volkssternwarte. f

Christian-Jutz-Volkssternwarte

Noch ein Gebäude für die Volkssternwarte 

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Die Christian-Jutz-Volkssternwarte in Berg gibt es seit 25 Jahren. Für den Verein ein Grund zu feiern. Zumal er im Jubiläumsjahr ein neues Bauprojekt verwirklichen will: ein Gebäude für ein 25-Zoll-Teleskop.

Berg – Die Christian-Jutz-Volkssternwarte in Berg hat eine große Fangemeinde. Beim internen Sommerfest vergangenes Wochenende waren rund 50 Gäste – ein Zeichen, wie lebendig der Verein ist. Das ist bemerkenswert, weil die Sternwarte am kommenden Samstag, 8. Juli, 25 Jahre alt wird. Gründer Prof. Christian Jutz feiert an diesem Tag seinen 92. Geburtstag, zu seinem 67. war die Sternwarte eingeweiht worden.

Ehrenmitglied Jutz war beim Sommerfest dabei, mit seiner Frau Traudl, Kindern und Enkelkindern. Jutz ist die Sternwarte zu verdanken. Er hat Anfang der 1990er Jahre die Basis für die Volkssternwarte gelegt. Er spendete das Teleskop und überzeugte die Gemeinde davon, das Gebäude an der Lindenallee zu bauen. 25 Jahre später sind es vier Gebäude und ein fünftes ist in Vorbereitung. Und zwar, weil jemand sein Teleskop für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen will. „Wir wollen den Selbstbau eines Mitglieds dort unterbringen“, erklärt Vorsitzender Stefan Schmid. „Dieses Teleskop hat 25 Zoll, also eine Öffnung mit einem Durchmesser von mehr als 60 Zentimeter.“ Derzeit hat der Verein zwei Teleskope mit 14 beziehungsweise 16 Zoll.

Beim Sommerfest war auch Bergs Bürgermeister Rupert Monn dabei. Er hatte 2007 den Vorschlag gemacht, die Volkssternwarte nach ihrem Gründer zu benennen. „Ohne Prof. Jutz gäbe es die Sternwarte nicht“, sagt Monn. „Und auch der Generationenwechsel über Julius Gräff zu Stefan Schmid ist geglückt.“ Die Freude darüber brachte auch Christian Jutz beim Sommerfest zum Ausdruck

Der Verein Volkssternwarte hat laut Schmid derzeit rund 80 Mitglieder. Die Sternwarte sei ideal gelegen: „An der Lindenallee ist wenig störendes Licht. Man hat einen wunderbaren Blick, auch auf die umliegende Natur, den See und das Alpenpanorama.“ Jetzt im Sommer seien sogar Glühwürmchen nachts zu sehen, sagt Schmid.

Viele Schulklassen besuchen die Sternwarte, ebenso interessierte Privatpersonen. „Man braucht keine Vorkenntnisse“, sagt Schmid. „Wir können jeden irgendwo abholen. Es gibt kein Standardprogramm, das wir abspielen.“ Einmal sei eine Gruppe von Astronomie-studenten aus München gekommen. „Sie wollten mal tatsächlich die Sterne sehen, über die sie die ganze Zeit lernen“, erzählt der Vorsitzende. „Wir als Amateurastronomen wissen, wo die Sterne sind und können sie mit bloßem Auge erkennen“, sagt er nicht ohne Stolz.

Der Neubau für das 25-Zoll-Teleskop soll möglichst bis Ende des Jahres stehen. „Spenden haben wir schon, der Bauantrag läuft“, sagt Schmid. Details über die Volkssternwarte gibt es im Internet unter www.volkssternwarte-berg.de.

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