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Freundlich begrüßt wurde die Feuerwehr mit ihrem neuen Fahrzeug von Bürgermeister Rupert Monn.

In Ulm abgeholt

Neues Fahrzeug ist Quantensprung, aber auch Herausforderung für Feuerwehr Bachhausen

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Nach 24 Jahren freut sich die Feuerwehr Bachhausen über ein neues Fahrzeug. Es hat gleich mehrere Vorteile. Die Technik ist aber auch eine Herausforderung für die Einsatzkräfte.

Bachhausen/Farchach – 1600 statt bisher 600 Liter Löschwasser, eine Schaumzumischanlage, ein Lufthebekissen, diverse Scheinwerfer und vieles mehr: Mit all seinen Komponenten ist das neue Löschgruppenfahrzeug ein Quantensprung für die Freiwillige Feuerwehr Bachhausen. Oder ein „Riesen-Highlight, eine Investition in die Sicherheit“, wie Kommandant Markus Doll sagt. Die Begeisterung teilte er am Donnerstagabend mit rund 150 anderen. So viele Bürger empfingen die Feuerwehrler am Gerätehaus in Farchach bei ihrer Rückkehr aus Ulm. Acht Mann inklusive Doll hatten dort das Fahrzeug bei der Firma Magirus abgeholt. Zur triumphalen Einfahrt gehörte natürlich auch Musik: Die Lüßbacher Blasmusik spielte ein Ständchen. Es folgte eine Brotzeit im Gerätehaus.

Freundlich begrüßt wurde die Feuerwehr mit ihrem neuen Fahrzeug von Bürgermeister Rupert Monn (r.). Kommandant Markus Doll (Mi.) und 2. Kommandant Thomas Schwarz freuen sich über das neue Gefährt.

Rund 320 000 Euro hat die Gemeinde Berg die Anschaffung des Gefährts vom Typ LF 10 gekostet. Eine Investition, die notwendig war, sagt Kommandant Doll. „Das alte Fahrzeug war 24 Jahre alt und nicht mehr auf dem Stand der Technik.“ Ein Beispiel: Die mechanische Pumpe mussten die Einsatzkräfte noch mit Handrad und Hebel bedienen. Im neuen Fahrzeug steuern sie sämtliche Funktionen über ein Display.

Pumpe liefert 2000 Liter Löschwasser pro Minute

Die Pumpe, die 2000 Liter pro Minute fördert, und die anderen technischen Möglichkeiten sind aber auch eine Herausforderung: Nach Fasching üben die 42 Aktiven viermal pro Woche, um im Einsatzfall bereit zu sein und mit der Ausrüstung umgehen zu können. „Bis Mitte März sind wir gut beschäftigt“, sagt Doll. Der Kommandant hat wie seine sieben Mitstreiter bereits eine ganztägige Einweisung in Ulm hinter sich. Er freut sich über das Fahrzeug – auch, „weil es in das Gesamtkonzept der Feuerwehren in Berg passt“.

Unter anderem durch die fast dreifache Wassermenge habe man künftig einen Zeitvorteil. „Wir können viel schneller mit dem Löschen beginnen und Brände im Keim ersticken“, sagt Doll. Auch für Autounfälle und technische Hilfeleistungen sei die Feuerwehr nun besser gerüstet. „Mit den neuen Werkzeugen können wir Menschen schneller befreien. Glasscheiben können wir zum Beispiel leichter entfernen.“

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