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Handschriftliche Frage: Vor dem Berger Schlosspark stehen Verbotsschilder, die der Wittelsbacher Ausgleichfonds aufstellen ließ. Ein Unbekannter fragt: „Wer kontrolliert‘s?“

Wittelsbacher Ausgleichsfonds

Verbote über Verbote –und wer kontrolliert’s?

Ein Schild am Schlosspark in Berg weist auf das Badeverbot für Hunde hin. Ein Unbekannter schrieb auf das Schild: „Wer kontrolliert‘s?“ Wir haben nachgehakt.

Berg – Ein anonymer Brief und ein handschriftlicher Hinweis: In der Gemeinde Berg ging ein Schreiben ein, in dem ein Bürger Bußgelder einfordert. Demnach würden Hundebesitzer die Kontrolllücke im Schlosspark „schamlos“ ausnutzten, die Hunde auch noch Häufchen im Wasser oder am Strand hinterlassen. Die Gemeinde solle handeln. Auf einem Schild am Eingang des Parks hatte ein Unbekannter zudem unter das Hunde-Verbotsschild geschrieben: „Wer kontrolliert’s?“.

Für den Schlosspark ist der Wittelsbacher Ausgleichsfonds als Eigentümer zuständig. „Vielleicht hat jemand eine Beobachtung gemacht und sich geärgert.“ So lautet die Vermutung von Andreas von Majewski, Leiter der Inventarverwaltung des Ausgleichfonds bezüglich des Schilds. Die Inventarverwaltung hat ihren Sitz in München. Das Bade- und Strandverbot für Hunde, das von 15. Mai bis 15. September gilt, müssen daher andere kontrollieren.

Geldbuße bis zu 100 000 Euro

„Zwei, drei unserer Schlossgärtner schauen ab und an nach“, sagt von Majewski. Hinzu kommt Reinhard Wicher, der sich seit 40 Jahren ehrenamtlich um den Schlosspark kümmert. „Dieses Jahr ist alles im grünen Bereich. Es gab nur einen Vorfall“, sagt von Majeweski. Nach einem Trinkgelage sei ein Holzzaun mit massiver Gewalt eingetreten worden: Es wurde Anzeige gegen unbekannt erstattet.

Handschriftliche Frage: Vor dem Berger Schlosspark stehen Verbotsschilder, die der Wittelsbacher Ausgleichfonds aufstellen ließ. Ein Unbekannter fragt: „Wer kontrolliert‘s?“

Pro Jahr gebe es zwei bis drei Beschwerden – auch wenn Besucher Wege und den Park zumüllen. Auch darauf weist ein Verbotsschild hin: „Zuwiderhandlungen werden mit Geldbuße bis zu 100 000 Euro geahndet.“ Heuer habe es aber keine Probleme gegeben, eine Anzeige habe man noch nie erstattet.

Am Badegelände in Allmannshausen besteht in den Sommermonaten ein generelles Tierverbot. Probleme sind nicht bekannt. Ein Hundeverbot von Mitte Mai bis Mitte September besteht auch im Erholungsgebiet Percha-Kempfenhausen, das der Landkreis verwaltet. Dort wird kontrolliert, wenn auch nicht durchgehend. Der Sicherheitsdienst, den der Landkreis seit Jahren einsetzt, betreue auch die anderen Erholungsgelände, erklärte Kreissprecher Stefan Diebl. Seit es die Streifen gibt, gebe es dort weniger Beschwerden.

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