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Schwierige Entscheidung: Im Mittelpunkt des diesjährigen Höhenrainer Weihnachtstheaters stand ein Glühwein-Wettbewerb – bei dem es nicht ganz koscher zuging. 

„Hobt’s den scho’ probiert?“

Weihnachtstheater in Höhenrain klärt die Frage: Wer panscht den Punsch am besten?

Die Frage, wer den besten Glühwein im Ort zubereitet, sollte im diesjährigen Höhenrainer Weihnachtstheater „Hobt’s den scho’ probiert?“ im Rahmen eines Glühwein-Wettbewerbs beantwortet werden.

Höhenrain – Die fröhlichen, kurzweiligen Theaterstücke zu Weihnachten haben in Höhenrain eine weit über 50-jährige Tradition. Jedes Jahr kurz vor dem Fest treten Kolpingsfamilie und Trachtenverein gemeinsam auf, seit acht Jahren mit launigen Einaktern aus der Feder von Resi Much. Und die kommen so gut an, dass sie stets den Saal füllen. Am Sonntag wurden im Festsaal des Alten Wirts sogar noch Stühle hinzugestellt.

Auf der Bühne schleppten die flotte Heidi (Regina Buchner), die radelnde Almut (Lena Hochstraßer), die alternative Monika (Liesi Wallner) und die gruftige Jessi (Anna Hochstraßer in beeindruckendem Kostüm) ihre Thermoskannen in den Gasthof. Einziger männlicher Teilnehmer am Glühwein-Wettbewerb: der Aufschneider Albert (herrlich gespielt von Hansi Buchner). Mit dem Auftritt der offiziellen Wettbewerbsjury (Martin Monn, Kilian Schlickenrieder und Robert Stefke) wurde einiges klar: Albert gibt nicht nur an, er ist auch ein Betrüger, mit dem Glühwein von Almut stimmt auch etwas nicht, und Monikas Gebräu ist doch nicht nur aus Kräutern. Die Jury probiert sich ins Koma, und die abschließende Rede des total betrunkenen Herrn Dr. Dr. Haberkorn (Robert Stefke in Topform) zur Ernennung des Gewinners war das Glanzstück des Abends.

Neben den alten Hasen des Traditionstheaters (Robert Stefke und Martin Klostermeier) standen diesmal mit Regina Buchner, Liesi Wallner und Kilian Schlickenrieder drei Neue auf der Bühne. „Wir haben sogar einigen Interessenten absagen müssen“, sagte Resi Much, die auch Regie geführt hatte. Die Charaktere ihrer Geschichten entwickelt sie immer über das Jahr, das Stück selbst stellt Much erst kurz vor der ersten Leseprobe fertig. Ihre Einakter sind das perfekte Format für Schauspieler wie Höhenrainer Publikum, für das jetzt erst richtig Weihnachten wird. 

Susanne Bayer

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