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Zur Einweihung sah das Windjahr noch gut aus: Als die Geistlichen Johannes Habdank und Rupert Frania, Bürgermeister Rupert Monn,Pia Zordic k und Geschäftsführer Robert Sing vor einer Anlage in die Kameras lächelten, war noch nicht absehbar, dass im Herbst wenig Wind wehen würde – im ersten Jahr wurden die Ziele nicht erreicht.

Windräder in Berg

Schwacher Wind vermasselt Kalkulation

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Berg - Das erste Windjahr war schlechter als erwartet: Der Ertrag der vier Anlagen in den Wadlhauser Gräben liegt 8,25 Prozent unter den Erwartungen. Bis vorgestern haben sie 20 Millionen Kilowattstunden erwirtschaftet. Für das ganze Jahr rechnete man mit 24,5 Millionen. Dafür liefen Bau, Einspeisung und Tilgung besser als gedacht.

Deshalb fällt die Ertragsbilanz nicht so positiv aus: Gerechnet hat Sing mit 24,5 Millionen Kilowattstunden an Strom, bis vorgestern waren es nur 20 Millionen. Um das kommendes Jahr zu verbessern, werden auch technische Untersuchungen gemacht: etwa, ob der Wind im richtigen Winkel auf die Rotorblätter trifft.

Gute Nachrichten hatte Sing von den Baukosten: Mit knapp 20,9 Millionen Euro liegen sie rund eine dreiviertel Million unter den veranschlagten Kosten von 21,6 Millionen Euro. Was mit dem Geld passiert, entscheidet die Gesellschafterversammlung der Bürgerwind Berg GmbH im Juni.

Noch eine gute Nachricht: Die Einspeisevergütung ist höher als ursprünglich vorgesehen. Weil alle vier Anlagen und nicht nur zwei noch im Jahr 2015 ans Netz gegangen sind, gibt es für alle vier Windräder 8,9 Cent pro Kilowattstunde. „Das ist eine Mehrvergütung von 270 000 Euro innerhalb von 20 Jahren“, sagte Sing. Eine weitere gute Nachricht: Die Direktvermarktung sei während der ersten drei Jahre um 60 000 Euro billiger als gedacht. Besser als geplant läuft auch die Tilgung der Kredite. „Wir haben 6,3 Prozent getilgt – im Prospekt sind wir von 0 Prozent im ersten Jahr ausgegangen.“

Bis zum Dienstag hatte die Bürgerwind Berg GmbH 1,79 Millionen Euro aus Stromerlösen eingenommen. Bis zum Jahresende rechnet Sing mit weiteren 150 000 Euro. Wobei die Wettervorhersage aus Windenergieproduzentensicht bis Weihnachten „schlecht“ ist: Es soll ruhiges Hochdruckwetter geben.

Bürgermeister Rupert Monn ist trotz des Ergebnisses entspannt. „Wie jeder weiß, war 2016 ein total windarmes Jahr.“ Zwar seien die im ersten Betriebsjahr angestrebten Ergebnisse nicht erzielt worden, doch das sei kein Grund zur Beunruhigung.

Der geringere Ertrag war auch dem Schutz der Fledermäuse geschuldet (siehe „Eine tote Fledermaus, einige Fragen und ein Formular für weitere Funde“). „Es gab verhältnismäßig viele Stillstände durch die Fledermausabschaltung aufgrund von überdurchschnittlich trockener Witterung im Sommerhalbjahr“, sagte Sing. Die Aufforstung rund um die vier Anlagen sei abgeschlossen, berichtete er weiter. Gepflanzt wurden Weißtanne, Hainbuche, europäische Lärche, Weißdorn, Pfaffenhütchen und Kreuzdorn. Und auch alle Klagen gegen die Windräder sind erledigt.

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