Buntes Fest: Die Klimabewegung Berg for Future versetzte sich ins Jahr 2035 und feierte die Klimaneutralität der Gemeinde. Die fiktive Bürgermeisterin Rupertine Monn-Sterberger alias Michael Schäfer (mit Perücke) bekam von Heinz Rothenfußer (M.) und Susanne Polewsky (in Rot) einen Pokal überreicht.
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Buntes Fest: Die Klimabewegung Berg for Future versetzte sich ins Jahr 2035 und feierte die Klimaneutralität der Gemeinde. Die fiktive Bürgermeisterin Rupertine Monn-Sterberger alias Michael Schäfer (mit Perücke) bekam von Heinz Rothenfußer (M.) und Susanne Polewsky (in Rot) einen Pokal überreicht. Foto: Andrea Jaksch

Klima-Zukunftssatire von Berg for Future

„Wir wollten feiern statt lamentieren“

  • Tobias Gmach
    vonTobias Gmach
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Eine außergewöhnliche Aktion fand jetzt in Aufkirchen am Kriegerdenkmal statt: Dort startete die Klimabewegung eine Überraschungsaktion.

Aufkirchen – „Wir befinden uns im Jahr 2035. Ein kleiner Ort am Starnberger See hat es geschafft und ist klimaneutral. Sie wohnen jetzt gemeinsam mit Bürgermeisterin Rupertine und der Gruppe Berg for Future dem Festakt bei.“ Mit diesen Worten begann die Überraschungsaktion der genannten Klimabewegung am Freitag am Aufkirchner Kriegerdenkmal. „Wir wollten feiern anstatt zu lamentieren, einen anderen Akzent setzen und Gaudi machen“, sagt Susanne Polewsky von Berg for Future.

Gut 20 Leute inklusive der Aktivisten waren bei der halbstündigen Aktion dabei. Unter bunten Regenschirmen, farbenfroh verkleidet und mit Transparenten feierten sie Bergs Klimaneutralität. Höhepunkt: Der fiktiven Bürgermeisterin Monn-Sterberger, gespielt von Michael Schäfer mit blonder Perücke und pinkfarbener Brille, wurde ein großer, silberner Pokal überreicht.

Die inszenierte Zeitreise sollte laut Polewsky die Botschaft transportieren: „Es gibt noch viel zu tun in Berg – vor allem beim Wohnen, Heizen und Verkehr.“ Zum Stand der Energiewende in der Gemeinde sagt sie: „Es läuft zäh. Alle ruhen sich immer auf den vier Windrädern aus. Aber die machen ja nur einen Bruchteil, die Klimaneutralität beim Strom, aus.“ Die Gemeinde müsse mehr Signale setzen und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit erhöhen. Hoffnung macht Polewsky der neue Nachhaltigkeitsausschuss, der bisher dreimal tagte.

Die Aktivisten verteilten Zettel mit Handlungsvorschlägen: weniger Auto fahren, Blühflächen anpflanzen, regional einkaufen, energieeffizient bauen. Auf den Flyern wird außerdem das Leitbild der Gemeinde Berg aus dem Jahr 2005 zitiert. „Wir sehen uns in der Rolle als Vorbild für nachhaltiges Handeln“, heißt es darin.  gma

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