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Im Berufsverkehr

Lange Staus nach schwerem Autobahn-Unfall bei Höhenrain

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A 95 unweit der Rastanlage Höhenrain hat am Mittwochmorgen erhebliche Verkehrsbehinderungen in Berg und Starnberg zur Folge gehabt.

Starnberg/Berg – Gegen 6.30 Uhr hatte auf der Autobahn in Richtung München ein 50 Jahre alter Toyota-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er war offenbar zu schnell auf ein Stauende aufgefahren, der Wagen geriet daraufhin ins Schleudern, prallte gegen die rechte Leitplanke, wurde von dort auf die Fahrbahn zurück katapultiert, krachte in einen Ford, überschlug sich und blieb schließlich auf dem Dach liegen, berichtete die zuständige Verkehrspolizeiinspektion Weilheim. Der Fahrer erlitt dabei multiple Prellungen und mehrere Brüche, seine Beifahrerin (38) kam mit Prellungen und Schnittwunden davon. Ein Polizeisprecher: „Trotzdem hatten beide mehr Glück als Verstand, da sie nicht angeschnallt waren.“

Die Autobahn war auch wegen der Landung zweier Rettungshubschrauber zunächst eine Stunde lang gesperrt, der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Wolfratshausen ausgeleitet, was schnell zur Überlastung der Ausweichstrecken führte. Auf der Seeseite staute sich der Verkehr bis in die Kreisstadt. Eine Pendlerin zum Starnberger Merkur: „Ich habe eine Stunde 13 Minuten für sieben Kilometer von Berg bis in die Innenstadt gebraucht.“ Im weiteren Verlauf wurde der Verkehr auf dem Standstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt. 

Hier der Pressebericht der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim im Wortlaut:

„Am heutigen Morgen gegen 6.30 Uhr ereignete sich auf der A 95 ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem zwei Menschen verletzt wurden.

Ein 36-jähriger Mann aus dem Landkreis Garmisch war mit seinem Pkw Ford auf der A 95 in Fahrtrichtung München unterwegs und benutzte die linke der beiden Fahrspuren. Kurz nach der Rastanlage Höhenrain staute sich der Verkehr aufgrund hohen Verkehrsaufkommens, worauf er seine Fahrgeschwindigkeit von ca. 150 km/h erheblich reduzieren musste.

Der Fahrer des nachfolgenden Pkw Toyota, ein 50jähriger Mann aus München, fuhr mit noch höherer Geschwindigkeit an das Stauende heran und erkannte die Gefahrenstelle vermutlich erst zu spät. Als er realisierte, dass er nicht mehr rechtzeitig abbremsen könne, versuchte er noch, hinter dem Ford nach rechts auszuweichen. Dabei geriet der Toyota ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug prallte in die rechte Leitplanke und wurde von dort auf die Fahrbahn zurückkatapultiert. Dort prallte der Toyota in die rechte Fahrzeugseite des ursprünglich vorausfahrenden Ford und überschlug sich. Abschließend kam das Fahrzeug auf der linken Fahrspur auf dem Dach zu liegen, nachdem es noch in die Mittelschutzplanke geprallt war.

Beide Insassen des Toyota wurden mit augenscheinlich schweren Verletzungen von der Unfallstelle mit jeweils einem Rettungshubschrauber abtransportiert und in eine Münchner Klinik bzw. die Unfallklinik Murnau eingeliefert. Trotzdem hatten beide mehr Glück als Verstand, da sie beide beim Unfall nicht angeschnallt waren. Die Beifahrerin, eine 38jährige Frau aus München, zog sich nur Prellungen und Schnittwunden zu und konnte die Klinik Murnau bereits nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Der Fahrer des Toyota erlitt multiple Prellungen und mehrere Brüche, jedoch besteht auch bei ihm keine Lebensgefahr. Nach ersten Schätzungen beträgt der bei dem Unfall entstandene Gesamtschaden ca. 25.000,- Euro. Die A 95 war an der Unfallstelle wegen der Landung der beiden Rettungshubschrauber für ca. 1 Stunde total gesperrt, es erfolgte eine Ausleitung des Verkehrs an der Anschlussstelle Wolfratshausen. Später konnten der Verkehr dann einspurig in der Gefahrenstelle vorbeigeleitet werden. Zur Unterstützung bei der Absicherung waren die freiwilligen Feuerwehren Münsing und Höhenrain sowie die Autobahnmeisterei Starnberg an der Unfallstelle eingesetzt.“


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