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Berger Post zieht überraschend um die Ecke

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Die Postfiliale in Berg zieht aus „Schöner lesen“ aus und ist künftig im neuen Schreibwarenladen an der Schatzlgasse untergebracht.

Berg – Postkunden in Berg müssen sich ab 1. Juni auf Veränderungen einstellen. Die Postfiliale in der Buchhandlung „Schöner lesen“ an der Grafstraße schließt Ende Mai. Die neue Anlaufstelle für Postkunden liegt um die Ecke: in der Schatzlgasse 4 in einem Schreibwaren- und Geschenkartikelladen in den Räumen der ehemaligen Schlecker-Filiale.

Für die Kunden sei positiv, dass die Postdienstleistungen künftig durchgehend von 9.30 bis 18.30 Uhr sowie samstags bis 14 Uhr verfügbar seien, sagt eine Post-Sprecherin auf Anfrage. Die Dienstleistungen seien die selben wie bisher in der Buchhandlung von Dini Kortman-Huizing.

Für die Inhaberin des Buchladens ist der Auszug alles andere als positiv. Sie hat nur auf Umwegen von den Plänen der Post erfahren, die seit neun Jahren bei ihr in Untermiete ist. „Erst habe ich über fünf Ecken etwas gehört, dann habe ich versucht anzurufen, schließlich hatte ich eine Mailadresse, die ich mit der Bitte um Rückruf angeschrieben habe.“ Beim Rückruf habe sie in brüskem Ton erfahren, dass die Post zum 31. Juli ausziehe unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist. „Nach neun Jahren sehr enttäuschend“, sagt die Buchhändlerin. Postfachkunden hätten vor ihr Bescheid bekommen. Für sie ist der Zeitpunkt denkbar schlecht. Sie möchte ihr Geschäft an einen Nachfolger übergeben, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Ohne die Mietzahlungen der Post sei das schwieriger geworden. Aber nicht unmöglich, sagt Dini Kortman-Huizing. „Ich bin optimistisch, dass sich was findet“, sagt sie. Eine Weinhandlung sei eine Idee oder ein Café. „Früher war hier ein Café, und wir haben die schöne Terrasse.“

Die Post verweist darauf, dass die Berger Lösung als Eigenbetrieb eine vorübergehende Angelegenheit gewesen sei. Die Sprecherin sagt, dass man immer Partner suche, die die Postdienstleistungen selbst anböten in ihrem Laden, nicht als Eigenbetrieb wie in Berg. Das sei mit dem neuen Partner möglich. Die drei Frauen, die jetzt für die Post in Berg arbeiten, behielten ihre Jobs. „Sie werden anderweitig eingesetzt.“

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