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Dank Spenden finanziert: der neue „First Responder“ im Gemeindegebiet Berg. 

Rettungsdienste

Berger spenden fast 30 000 Euro für First Responder

Das neues First-Responder-Fahrzeug seit diesem Monat in Berg im Betrieb. Die Bürger haben dafür knapp 30 000 Euro gespendet.

Berg/Höhenrain – Seit kurzem gibt es im Gemeindegebiet von Berg wieder ein eigenständiges First-Responder-Fahrzeug. Seit dem Jahreswechsel ist das neue Fahrzeug, ein Ford Ranger, einsatzbereit. Das alte Fahrzeug, ein vom Förderverein gekaufter BMW, war nicht mehr durch den TÜV gekommen. Fast das ganze Jahr 2017 hatten sich die Ehrenamtlichen aus allen Ortsteilen mit Notlösungen beholfen, in der Regel mit Feuerwehrfahrzeugen. Auch bei denen besteht Handlungsbedarf im Gemeindegebiet.

Bergs Kommandant Tobias Völkl hatte mit dem Förderverein um Martin Reichart und den Ehrenamtlichen für das neue Fahrzeug Spenden gesammelt. Die Bereitschaft der Berger war überwältigend: Rund 27 500 Euro kamen zusammen, die an die Gemeinde für die Beschaffung weitergereicht wurden. Dazu hatte der Förderverein dem Wagen Reifen spendiert, die Feuerwehr Höhenrain steckte rund 400 Stunden in den Ausbau. Damit hat der Verein, sagte Martin Reichart auf Anfrage, mehr als die Hälfte der Kosten beigesteuert.

Der Ford Ranger, eigentlich ein Pickup, wurde so umgebaut, dass zur Not auch ein Patient kurze Strecken befördert werden kann. Eine richtige Entscheidung, denn das half schon bei den ersten Einsätzen. In diesem Monat ist der Responder bereits fast 30-mal ausgerückt.

Völkl hob bei der Jahreshauptversammlung der Berger Feuerwehr die Bedeutung des Dienstes, der wegen der zumeist kürzeren Anfahrt ausgebildete Helfer schneller zu medizinischen Notfällen bringt als den Rettungsdienst, für die Flächengemeinde Berg hervor. „Wegen der Lage ist das dringend nötig“, sagte er, auch wenn es keine Pflichtaufgabe der Gemeinde sei. Bergs Bürgermeister Rupert Monn lobt die Einsatzbereitschaft aller fünf Feuerwehren im Gemeindegebiet, die sich gemeinsam am First-Responder-Dienst beteiligten. Das Fahrzeug ist in Höhenrain stationiert, dort hat die Gemeinde auch eine Garage aufstellen lassen. Reichart zufolge besetzen rund 30 Freiwillige den „First Responder“, die das Fahrzeug während ihrer Bereitschaft zu Hause haben, um schnell losfahren zu können. Geweiht wird das Fahrzeug am Sonntag, 15. April, ab 9 Uhr in Höhenrain.

Das Konzept der Gemeinde für die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen hingegen passt nicht mehr wie geplant. Die Berger Wehr wollte 2017 eigentlich ihren Rüstwagen aus dem Jahr 1987, einen Unimog, zu einem Versorgungslastwagen umbauen, gab diesen Plan aber auf. Grund: Der Lkw sollte eine Ladebordwand bekommen, die in der nötigen Bauart das Fahrzeug aber höher gemacht hätte als die Garagen im Gerätehaus. Eine andere Bauart hätte zu Mehraufwand und zu einer Unfallgefahr geführt – Thema erledigt.

Bergs Vorstand Anton Lidl jun hat schon eine andere Idee: Ein Mannschaftstransportwagen (MTW) wäre nötig, den die Wehr auch selbst finanzieren könnte. Monn betonte, ein solches Fahrzeug stehe nicht im Konzept, signalisierte aber auch, dieses sei nicht in Stein gemeißelt. Als nächstes steht ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Bachhausen auf der Liste – Liefertermin 2020. 

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