Besonnene Richterin stellt Verfahren ein

Berg - Um des Familienfriedens willen hat eine Starnberger Amtsrichterin Strafverfahren gegen einen Schüler, dessen Mutter und deren Freund eingestellt. Es ging auch um gefährliche Körperverletzung.

Die Spannungen in der Berger Familie waren schon seit geraumer Zeit explosiv. Im Herbst 2009 eskalierte dann die Situation. Der 17-jährige Sohn soll seine Mutter am Telefon als Schlampe bezeichnet und gegen deren Lebensgefährten (39)Morddrohungen ausgesprochen haben. Als der junge Mann anderntags nach Hause kam und in sein Zimmer wollte, versperrte ihm er Freund der Mutter den Weg, schlug ihn mit einem Faustschlag zu Boden und würgte ihn mit einem Tuch fast bis zur Bewusstlosigkeit.

Die Freundin des 17-Jährigen wollte schlichtend eingreifen, rief damit aber die 47-jährige Mutter auf den Plan. Die soll dem Mädchen einen Schlag auf den Hinterkopf verpasst und sie in den Hals gebissen haben.

Die Richterin kam nach mehreren Rechtsgesprächen hinter verschlossener Tür bei der Gerichtsverhandlung zu dem Schloss, die Verfahren einzustellen. Den 17-Jährigen, der mittlerweile bei seinem Vater in den USA lebt, emahnte sie. Die Mutter muss 2000 Euro Schmerzensgeld an die Freundin des Sohnes zahlen, ihrem Lebensgefährten wurde auferlegt, 4000 Euro an gemeinnützige Institutionen zu zahlen

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