Blinde Zerstörungswut

Seefeld - Geldstrafe und Bußgeld für zwei Herrschinger (22 und 19): Die beiden jungen Männer hatten ihre Zerstörungswut auf einem Grundstück am Wörthsee ausgelassen.

Das war schon ein Akt grundloser Zerstörungswut, völlig inakzeptabel“, bescheinigte Richter Ralf Jehle zwei jungen Burschen, die eigentlich wegen Diebstahls vor dem Starnberger Amtsgericht angeklagt waren. Im Juli hatten die Herrschinger Freunde auf dem nächtlichen Heimweg von einer Strandparty in Steinebach nämlich einigen Schaden angerichtet.

Zunächst waren der damals 21-jährige Anlagenmechaniker und der knapp 19-jährige Lehrling unter Alkoholeinfluss auf die Idee gekommen, über den Zaun eines Grundstücks der Firma TQ Systems am Pilsensee zu klettern. Dort hatten sie auf einem Kinderspielplatz zunächst einige Geräte „mutwillig aus der Verankerung gerissen“, wie ein auf dem Gelände zeltender Firmen-Mitarbeiter als Zeuge aussagte. Er hatte sich damals eigentlich schon zur Ruhe begeben, als er durch Geräusche auf die nächtlichen Eindringlinge aufmerksam geworden war.

Der angerichtete Gesamtschaden belief sich auf 400 Euro für das angekokelte Schlauchboot und 50 Euro für die zerstörten Spielgeräte - das Bier nicht mit eingerechnet. Zur Anklage wegen Diebstahls war es gekommen, weil die Herrschinger das Schlauchboot auch noch aus der Vertäuung gelöst hatten - nur war es nicht davon getrieben, wie von ihnen erhofft.

„Schadenfreude“ sei das Motiv gewesen, gaben beide unisono an. Ihnen tue das Ganze sehr leid, und sie hätten auch schon das Schlauchboot bezahlt. Eine Luftkammer war durch das Ansengen kaputt gegangen.

Richter Jehle verurteilte den heute 22-jährigen Anlagenmechaniker nach Erwachsenenstrafrecht zu 800 Euro (40 Tagessätzen à 20 Euro), den 19-jährigen Lehrling zu 300 Euro Geldauflage zu Gunsten der Lebenshilfe Starnberg.

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