Eingerüstet wartet die Pfarrkirche St. Vitus darauf, dass die Sanierungsarbeiten beginnen. Foto: SvJ

Böse Überraschung unterm Dach

Andechs - Eigentlich sollte nur das Dach saniert werden. Beim genaueren Hinsehen stellte sich dann heraus, dass der Schaden im Gebälk der Erlinger Pfarrkirche St.Vitus viel größer ist.

Das Dach der Pfarrkirche St. Vitus in Erling ist marode und muss saniert werden. Deshalb ist die Kirche zurzeit eingerüstet. Als der Chorraum der Pfarrkirche im vergangenen Jahr neueingedeckt wurde, hatten die Mitglieder der Pfarrgemeinde auch die Dachkammern über dem Gewölbe von Schutt befreit. Was darunter zum Vorschein kam, erfreute die Kirchenverantwortlichen wenig.

„Nach der Säuberung wurde festgestellt, dass sich in der Giebelwand auf der Orgelseite und zwischen dieser Giebelwand und dem sonstigen Baukörper Risse gebildet hatten“, schreibt Kirchenpfleger Erich Heinrich im aktuellen Pfarrboten. Außerdem stellte sich heraus, dass Teile der so genannten Mauerlatte, dem Balken auf dem das Deckengebälk ruht, morsch beziehungsweise sogar bereits weggefault sind. Das Kirchendach bedarf deshalb einer umfangreichen Sanierung.

Erste Schritte sind bereits getan. „Durch Kernbohrungen wurde der Giebel in sich gefestigt und wieder an das Haupthaus angebunden“, schreibt Kirchenpfleger Heinrich. Beim Abdecken des Daches, um die Sanierung des Gebälks in Angriff zu nehmen, kam dann aber der große Schock. „Dabei mussten wir feststellen, dass der Schaden noch größer ist als bisher ersichtlich war“, so der Kirchenpfleger. Die Arbeiten konnten nicht von der Pfarrgemeinde übernommen worden, sondern mussten in professionelle Hände gegeben werden. Und diese Arbeiten müssen zurzeit ruhen: Wegen der frühen Dunkelheit und der aufwändigen Auf- und Abbauarbeiten. Bevor mit den eigentlichen Sanierungsmaßnahmen begonnen werden kann, ist der Bau nun winterfest gemacht worden. „Die Renovierungsarbeiten sollen im Frühjahr wieder aufgenommen werden“, heißt es vom Kirchenpfleger. Wann genau das sein wird, hängt auch von den Wetterverhältnissen ab. Das Baugerüst bleibt bis dahin jedenfalls stehen. Der Gerüstbauer hat es der Pfarrgemeinde bis Februar unentgeltlich zu Verfügung gestellt. Wie viel die Arbeiten an der Kirche die Pfarrgemeinde schließlich kosten werden, ist zudem noch nicht klar. „Es sind jedenfalls Riesen-Aufwendungen notwendig“, sagt Ortspfarrer Pater Valentin Ziegler.

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