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Geehrte und Veran twortliche der Bereitschaft (v.l.): Klaus Marhold, Sandra Rothhaar (Stellvertreterin Breitschaft), Gero Geuther (Leiter Helfer vor Ort), Melanie Barth (Bereitschaftsleiterin), Martin Wunderl, Vanessa Kiendl, Michael Salaw, Elfriede Hoferichter-Frank, Matthias Finke (Stellvertreter der Kreisbereitschaft) und Karlheinz Anding.

BRK

Zeitvorteil als größtes Pfund

Seefeld - Die Seefelder BRK-Bereitschaft blickt auf ein spannendes Jahr zurück. 

Eine bewegte Rückschau auf das Jahr präsentierte das junge BRK-Bereitschafts-Team unter Leitung von Melanie Barth jüngst bei der Weihnachtsfeier der Retter im Gasthof Paradieswinkel. Die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden bedankten sich für die großartigen Leistungen.

Aktuell zählt die Seefelder Bereitschaft 55 engagierte Mitglieder und kann sich über mangelnden Nachwuchs nicht beschweren. Die Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 15 Jahren zeigten bei Erste-Hilfe-Ernstfallübungen ebenso starkes Engagement wie auf dem Christkindlmarkt am Seefelder Schloss. Das Hüttenwochenende in Unterammergau sowie der humorige Kurzfilm-„Hollywooddreh“ zum Thema Sicherheit im Einsatz sorgten für Abwechslung.

Mit 16 wechseln die jungen BRK-Mitglieder in den aktiven Dienst. Genau 10 851 Stunden investierte das aktive Team heuer in den ehrenamtlichen Dienst für das Rote Kreuz. „Bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro wären das 92 333 Euro im Jahr“, betonte Sandra Rothhaar, stellvertretende Bereitschaftsleiterin. Der Sanitätsdienst, der im Rahmen des Katastrophenschutzes auch beim Amoklauf am Olympia Einkaufszentrum (OEZ) in München vor Ort war, sicherte im Laufe des Jahres jede Menge Turniere sowie Feste ab und war bei der Wiesn. Während der Betreuungsdienst mit Unterkünften und Verpflegung sofortige Hilfestellung für Brandopfer leistet, unterstützen die Helfer vor Ort rund um die Uhr den lokalen Rettungsdienst.

Bei ihren bislang 212 Einsätzen in diesem Jahr für die Gemeinden Seefeld, Andechs und Wörthsee waren die Helfer vor Ort (HvO) häufig die ersten Einsatzkräfte beim Patienten. „Die Einsatzzahlen steigen bei schönem Wetter und am Wochenende“, berichtete HvO-Leiter Gero Geuther. Wenn die Helfer vor Ort zu Haus- und Sportunfällen, Herzinfarkten, Bränden oder Bewusstlosen eilen, dann haben sie vor allem eines: den entscheidenden Zeitvorteil. „Bei einem Drittel der Einsätze sind wir tatsächlich mehr als zehn Minuten vor dem Rettungswagen vor Ort. Teilweise kam der Rettungswagen aus Dießen.“

Überwältigt von den geleisteten Stunden zeigte sich am Freitag die Andechser Bürgermeisterin Anna Neppel: „Da kann man gar nicht genügend danke sagen“, betonte sie. Und Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum will den Bekanntheitsgrad des „supertollen Teams“ künftig durch eine Verlinkung mit der Gemeinde- Webseite steigern.

Ehre gebührte bei der Versammlung auch den verdienten Mitgliedern: Elfriede Hoferichter-Frank bekam die Auszeichnungsspange für 40 Dienstjahre. Barbara Steinbrecher, Gero Geuther und Klaus Marhold wurden für 35 Dienstjahre ausgezeichnet. Martin Wunderl erhielt die Auszeichnungsspange für zehn Jahre BRK-Dienst, Vanessa Kiendl für fünf aktive Dienstjahre.

nh

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