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Zum Anbeißen: Demnächst können sich die Starnberger überlegen, bei welchem Edel-Hamburger-Brater sie einkehren wollen. Die Kreisstadt wird die erste Stadt außerhalb Münchens, in der „Hans im Glück“ und „Burger House“ präsent sind.

Gastronomie

"Burger House" erreicht Starnberg

Starnberg - Das „Sowieso“ ist Geschichte, das „Burger House“ kommt, „Hans im Glück“ muss warten: Früher als gedacht beginnt in diesem Monat in Starnberg das Zeitalter der Edel-Hamburger.

Vor allem viele junge Leute in Starnberg hatten zuletzt der Filial-Eröffnung der Edelburger-Kette „Hans im Glück“ am Tutzinger-Hof-Platz entgegengefiebert. Die wird aber erst nächstes Jahr gefeiert, weil ein Genehmigungsmarathon die Bauarbeiten in die Länge gezogen hat (wir berichteten). Das Warten hat dennoch sehr bald ein Ende: Noch im November öffnet die junge Münchner Konkurrenz-Kette „Burger House“ ihre Dependance am Bahnhof See: Deren Chef Nicolas Hegewisch hat das „Sowieso“ von Sandor Nemeth übernommen.

Während Nemeth am Wochenende das Inventar seiner Lokale bei einem Lagerverkauf an den Mann bringen will (siehe Textende), gehen im ehemaligen „Sowieso“ die Handwerker ein und aus: Der Grill fürs „Burger House“ wird in die Küche eingebaut, der Gastraum fertig eingerichtet. „Die Möbel werden etwas massiver“, erklärt Nicolas Hegewisch, der mit seinem Konzept vor allem in München für Furore sorgt. Das erste „Burger House“ eröffnete er 2012 in Haidhausen. Mittlerweile sind in München fünf weitere dazu gekommen, das erste Franchise ging im Sommer 2015 in Stuttgart an den Start. „Unsere Mission ist simpel“, sagt der 30-Jährige. „Wir wollen unseren Gästen frische und leckere Burger zu fairen Preisen mit Zutaten aus der Region anbieten.“

In Starnberg wird man den Chef sicher öfter zu Gesicht bekommen als in Stuttgart, denn auch die Filiale in der Kreisstadt wird er selbst betreiben. „Starnberg hat Potenzial“, ist sich Hegewisch sicher. Und er will den Gästen im ehemaligen „Sowieso“ sogar mehr bieten als den Münchnern: „Ein spezielles Barbecue-Konzept mit Steaks, Rips und Wings“, verspricht er. Die Burger-Karte fällt dafür etwas kleiner aus, aber die Klassiker sind drauf: darunter zum Beispiel der „Jumbo House Burger“ mit satten 530 Gramm Rindfleisch für stolze 15,99 Euro. Das Fleisch kommt im Übrigen ganz aus der Nähe aus Schongau: „Von Michael Walk, unserem Metzger des Vertrauens“, so Hegewisch.

Bevor der Münchner das erste Lokal in der Landeshauptstadt eröffnete, hatte er zunächst eine Kochlehre durchlaufen und danach ein Jahr lang bei den Profis in den USA gelernt: in einer New Yorker Kochschule. Danach jobbte der Münchner in verschiedenen Steak-Häusern in der US-Metropole, danach hatte er alle Kniffe drauf. Von dem Geschmack seiner Burger können sich in zwei bis drei Wochen nun auch die Starnberger überzeugen.

Seinem Mitbewerber „Hans im Glück“, der deutschlandweit unterwegs ist und in München ein Dutzend Filialen betreibt, hat Hegewisch ganz nebenbei ein ordentliches Schnippchen geschlagen. Schließlich bringt der 30-Jährige seine Burger als erster unter die Kreisstädter am See. Schadenfroh ist er darüber aber nicht. Im Gegenteil: Hegewisch freut sich auf die Konkurrenz, die bekanntlich das Geschäft belebt. Obendrein schätzt er den Mitbewerber: „Vor Hans im Glück muss man den Hut ziehen“, sagt er.

Der Start der zurzeit in Starnberg noch nicht ganz so Glücklichen hängt bekanntlich an der Fertigstellung der Bauarbeiten am Tutzinger-Hof-Platz. „Die Eröffnung ist für Anfang 2017 geplant“, erklärte die Pressestelle gestern auf Anfrage. Geboten werde den Gästen dann unter anderem „eine große Auswahl an Burgern mit saftig gegrilltem Rindfleisch oder zarter Hähnchenbrust sowie vegetarischen und veganen Burgern“. Zur Eröffnung von „Burger House“ in Starnberg wollte sich „Hans im Glück“ nicht nicht äußern.

Der Lagerverkauf des ehemaligen „Sowieso“ erfolgt am Sonntag von 12 bis 15 Uhr an der Dorfstraße 1 in Unterbrunn. Zu kaufen gibt es viel Deko, noch mehr Gläser, Lounge-Möbel und mehr, schreibt Sandor Nemeth auf seiner Facebook-Seite. Jörg von Rohland

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