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Meisterdiebe: Die Unterbrunner Burschen haben wieder zugeschlagen und ihren 65. Maibaum geklaut - diesmal traf's die Truderinger.

Brauchtum

Bier und Brotzeit für Nummer 65

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Die Unterbrunner Burschen haben wieder zugeschlagen und ihren 65. Maibaum geklaut. Opfer diesmal: Truderings Buam, die jetzt Bier und Brotzeit zahlen müssen.

„Wer weiß, wie man einen Maibaum klaut, der weiß auch, wie man einen Maibaum nicht klauen kann“, sagt Maximilian Schmid. Der Pressesprecher der Unterbrunner Burschen, die weit über die Landkreisgrenzen als Meisterdiebe bekannt sind, freut sich diebisch über den letzten Coup seiner Mannschaft. In der Nacht von Sonntag auf Montag schlug ein Spähtrupp in Trudering zu. Als die Herren aus Unterbrunn feststellten, dass der Baum nicht bewacht wird, wurden kurzerhand 50 kräftige „Diebe“ mobilisiert, die den 28 Meter langen Baum um 4.30 Uhr nachts Richtung Unterbrunn schleppten. Der Klau des 65. Maibaumes war perfekt, die Tat wurde mit einem Grillfest gefeiert. 

Unterbrunner und Truderinger Burschen bei den Auslöse-Verhandlungen.

Nun ist es Tradition, dass die Beklauten ihren Baum wiederbekommen, wenn sie eine gewisse Auslöse dafür bezahlen. Also tuckerten die Unterbrunner am Dienstag nach Trudering, um zu verhandeln. „Wir konnten uns einigen“, sagt Schmid. Am 28. April werden rund 70 Damen und Herren aus Unterbrunn in den Münchner Osten reisen, um sich vom Truderinger Buam Festring e.V. mit Bier und Brotzeit verköstigen zu lassen. Schmid: „Über die Menge haben wir Stillschweigen vereinbart. Aber es wird genug für alle da sein.“ Zuvor wird der mächtige Holzstamm zurückgebracht, „und das ist vor allem in diesem Jahr nicht ganz einfach, weil wir da mit den Behörden noch verhandeln müssen“, so Schmid. 

Aber wer weiß, wie man mitten in der Nacht einen Maibaum klaut, der kriegt auch das ganz bestimmt gebacken. Und so ganz nebenbei: Unterbrunns Maibaum ist noch nie geklaut worden. Die Burschen wissen halt auch, wie man einen Baum nicht klauen kann.

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