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Dr. Regine Hahn verlässt die Seefelder Klinik.

Chefärztin verlässt Seefelder Klinik

Seefeld - Zwei Jahre war sie Chefärztin in der Chirurgischen Klinik in Seefeld, Ende März verlässt Dr. Regine Hahn das Krankenhaus.

„Das war wohl zu erwarten“, sagt die 50-Jährige, die schweren Herzens geht. In den vergangenen Wochen stand die Klinik in den Schlagzeilen. Wie berichtet, steht eine Übernahme durch den Landkreis und das Klinikum in Starnberg im Raum. In dieser Gemengelage sehe sie keine Zukunft für sich, erklärt Hahn. Zwar wird für die Klinik in Seefeld eine Erweiterung diskutiert – im Gespräch ist ein vierter Operationssaal für etwa 2,8 Millionen Euro. Doch Hahn geht davon aus, dass vor allem die Unfall-, die orthopädische und die Notfallversorgung im Haus ausgebaut werden. Hahn jedoch gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der minimalinvasiven Bauch-Chirurgie.

In den vergangenen Wochen sei ihre Zukunft von Starnberg aus so kommuniziert worden, dass sie sich entschlossen habe, das Angebot des Isar Klinikums in München anzunehmen. Dort werde sie die Abteilung für viszerale und invasive Chirurgie leiten.

Trotz der harten Monate, die nach der Entdeckung der geschönten Bilanzen durch die Geschäftsführung und die Millionenschulden des Krankenhauses hinter Regine Hahn liegen, hat sie über die chirurgische Klinik in Seefeld nur Positives zu sagen. „Ich habe es nie zuvor erlebt, dass Menschen in einem Krankenhaus so gut aufgehoben sind, und ich wünsche dem Haus sehr, dass die Patienten weiter gerne kommen.“ Oberarzt Dr. Rudolf Frank wird die Chefarztstelle zum 1. April übernehmen. Bürgermeister Wolfram Gum, Leiter des Zweckverbands, äußerte Verständnis für Hahns Entscheidung. „Es war wirklich nicht abzusehen, wie ihre Zukunft bei uns ausgesehen hätte. Es ist sehr schade.

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