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Das gibt es nicht so oft: Thomas Wuttke (Mitte) freut sich über die Urkunden für Christine Schalk und Rudi Stadler, beide sind seit 30 Jahren aktiv dabei. 

Wasserwacht Herrsching

Seit 30 Jahren im Einsatz

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Das gibt es auch nicht alle Tage: Christine Schalk und Rudi Stadler sind seit 30 Jahren unermüdlich für die Wasserwacht Herrsching im Einsatz.

Herrsching – „Die kann mit jedem Mann mithalten“, sagt Bürgermeister Christian Schiller voller Respekt über Christine Schalk. „Der Rudi Stadler ist da schon etwas gemächlicher, der kümmert sich um die Technik und liebt das Bootfahren.“ Schiller kennt die beiden seit 30 Jahren, damals traten beide der Wasserwacht-Ortsgruppe Herrsching bei – und Schiller war zu dieser Zeit Vorsitzender dieser Ortsgruppe, mit 18 Jahren der jüngste weit und breit. Während Schiller aber irgendwann das Handtuch warf, sind Christine Schalk und Rudi Stadler noch immer aktiv. Der scheidende Vorsitzende Thomas Wuttke überreichte beiden als eine seiner letzten Amtshandlungen Urkunden für diesen unermüdlichen Dienst.

„Die haben schon viele Vorsitzende gesehen“, weiß Wuttke. und zählt voller Respekt auf, dass der 46-jährige Stadler auch schon mal Technischer Leiter war, noch immer Schwimmtrainer ist, aber am liebsten auf dem Boot unterwegs ist. „Er betreut unseren Toni (das große Einsatzboot).“ Und voller Überzeugung sagt Wuttke, dass Stadler „wahrscheinlich einer unserer besten Bootsführer ist“. Dessen scheint er nach 30 Jahren auch nicht müde zu werden.

Ebenso Christine Schalk, die alle nur Tine nennen. „Unsere Frau Schwimmlehrerin“, sagt Wuttke. Die 46-Jährige ist Schwimmtrainerin bei der Wasserwacht und unterstützt nicht nur Esther Kirschbaum bei Kinder- und Jugendkursen nach Kräften, sie trainiert auch die alten Hasen Rettungsschwimmer, die – so ist es eigentlich die Regel – jedes Jahr ihren Schein erneuern müssen. Und die neu Dazugestoßenen, die bildet sie aus. Im Schnitt sind dies fünf Rettungsschwimmer im Jahr. Insgesamt hat die Wasserwacht Herrsching rund 20. Aus seiner Zeit bei der Wasserwacht weiß auch der Bürgermeister noch genau, dass die sportliche Frau nicht unterzukriegen ist. Gemeinsam mit ihrem Mann startet sie jedes Jahr mit dem Radl zur Alpenüberquerung. Bei der Kondition ist ein See ihr geringstes Hindernis. „Und jedes Mal, wenn man Hilfe schreit, ist sie da“, sagt Wuttke, der sich immer auf die Schwimmtrainerin verlassen kann – nicht nur bei den Einsätzen, auch bei den Wachgängen. Sowohl Tine Schalk als auch Rudi Stadler zählen selbst nach 30 Jahren immer noch zu den Fleißigen in Wuttkes Excel-Liste.

Insbesondere beim Schwimmunterricht für Kinder und Jugendliche, noch mehr für Flüchtlingskinder hat sie sich neben der scheidenden Jugendleiterin Esther Kirschbaum hervorgetan. Beide wollen dies auch fortsetzten. „Die Kinder sind so dankbar. Was wir geben, kriegen wir dreifach zurück“, erzählte Tine Schalk bei der jüngsten Jahresversammlung, bei der sie auch geehrt wurde. „20 Kindern haben wir versucht, Schwimmen beizubringen, zumindest mit dem Wasser umzugehen“, so formulierte es Esther Kirschbaum vorsichtig.

„Frau Schwimmlehrerin“, wie Wuttke Tine Schalk liebevoll nennt, will das auf jeden Fall weitermachen. Und auch Rudi Stadler setzt den ersten 30 Jahren sicher noch weitere drauf. 

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