Alte Ortsansichten für Chronik gesucht

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Breitbrunn - Erst im Zuge der Recherche stellte sich heraus: Breitbrunn kann 2016 750. Jubiläum feiern. Unabhängig dieses Jubiläums wird bereits seit zehn Jahren an einer Chronik gearbeitet. Die Organisatoren bitten alteingesessene Breibrunner soweit möglich weitere Beiträge zu liefern.

Das Jahr der ersten Erwähnung Breitbrunns war lange nicht sicher. Robert Volkmann hat das Datum erst herausgefunden, als er im Auftrag einiger Breitbrunner mit der Recherche für eine Chronik begann. Breitbrunn wurde seiner Recherche nach 1266 erstmals erwähnt, im nächsten Jahr vor genau 750 Jahren. Und während in der Nachbargemeinde Inning schon seit gut einem Jahr Vorbereitungen laufen, um Stegens 750. Ortsjubiläum zu feiern, hat der Gemeinderat Herrsching gerade erst durch einen Zuschussantrag für die Chronik davon erfahren, dass Breitbrunn einen ebenso hohen Jahrestag zu feiern hat.

350 Seiten sind bereits beschrieben, 300 Fotos gibt es, sagt Richard Schmautz. Schmautz stieß vor einigen Jahren zu dem Arbeitskreis, der die Chronik 2005 initiierte. Dieser setzte sich bei einer Schützen-Stammtischrunde aus Herbert und Herrmann Breitenberger, Jakob Schraf-stetter, Kunigunde Pupeter sowie Hans-Ulrich Greimel zusammen. „Da kam die Idee auf, alte Ansichten zu sammeln und ein Buch herauszugeben“, erzählt Schmautz. Bald darauf wurde der passionierte Heimatforscher Robert Volkmann aus Schlagenhofen gebeten, behilflich zu sein. Volkmann hat in seiner Heimatgemeinde Inning bereits zahlreiche Beiträge zur Ortsgeschichte veröffentlicht. Und Schmautz findet es „unglaublich, was der leistet“ – nun für Breitbrunn. Seit dem Frühjahr sei Volkmann verstärkt in die Archive eingetaucht – in Gemeinde- und Staatsarchiv. Schmautz selber habe die Organisation in die Hand genommen. „Wir hätten das Buch schon fast herausgeben können“, sagt Schmautz. Es mangelt an einem Herausgeber. Bürgermeister Christian Schiller sei darum gebeten worden, das die Gemeinde dafür einspringt. Er habe dies aber abgelehnt. „Ich habe von dem Jubiläum und dem Buch erst vor zwei Wochen erfahren“, räumt Schiller ein. Darum hatte er einen Zuschuss vorgeschlagen. Von den beantragten 5000 Euro wurden 3000 Euro genehmigt (wir berichteten). Schmautz ist ein bisschen enttäuscht, denn das Bauerntheater, das 50 Jahre alt wird, bekommt 3500 Euro. „Ich finde das nicht gerecht“, sagt Schmautz, will aber nicht weiter klagen, sondern bittet stattdessen alle Breitbrunner: „Öffnet eure Schränke und Truhen, ob da noch Geschichten schlummern.“ Auch Spenden sind willkommen, denn für die Veröffentlichung muss man in Vorleistung gehen. Nächstes Jahr soll das Werk in Druck gehen. Bislang ist dies der einzige Beitrag für 750 Jahre Breitbrunn, während nicht weit entfernt ein ganzes Dorf zum selben Ortsjubiläum Kopf steht. Auskünfte erteilen Richard Schmautz, Rufnummer (08152) 64 13 oder Herbert Breitenberger, Rufnummer 60 17.

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