Lindgrüne Heimat für Flüchtlinge und Obdachlose: Derzeit werden an der Petersbrunner Straße im Gewerbegebiet die ersten Container aufgebaut. Die Anlage soll bis Ende Februar in Betrieb gehen. Foto: SVJ

Für Flüchtlinge

Erste Containeranlage im Bau

Starnberg - In vier Wochen soll in der Kreisstadt Starnberg die erste Containeranlage für Flüchtlinge und Asylbewerber in Betrieb gehen. Es ist die kleinste im Kreis.

Der Bau der ersten Containeranlage für Asylbewerber und Flüchtlinge in der Stadt macht Fortschritte. Ein Teil der lindgrünen Wohnquader steht bereits. Die Anlage an der Petersbrunner Straße direkt neben dem Starnberger Wertstoffhof soll in vier Wochen in Betrieb gehen.

Anlagen wie diese stehen bereits an anderen Orten, etwa in Herrsching. Die Container sind standardisiert und überall baugleich, weil sie der Landkreis als Bauherr von einem Hersteller bezieht. Ein Container beinhaltet eine komplette Wohnung für bis zu sechs Personen, Ausstattung bis hin zu Tellern, Töpfen und Zahnpasta inklusive. Die Anlage Petersbrunner Straße wird jedoch die kleinste ihrer Art im Landkreis: Ausgelegt für 96 Personen, gibt der Kreis rund 20 Plätze an die Stadt ab, die dort ein zweites Obdachlosenasyl einrichten wird. Dafür zahlt die Stadt Miete an den Landkreis.

Bis Ende Februar sollen etwa 75 Flüchtlinge in die Container einziehen. Zuvor laden Stadt und Landkreis zu einer Info-Veranstaltung ein, die für Donnerstag, 18. Februar, in der Schlossberghalle geplant ist. Es werde kurz vor dem Bezug auch einen Tag der offenen Tür geben, bei dem sich Nachbarn und Interessierte die Anlage ansehen können, erklärte Kreissprecher Stefan Diebl auf Anfrage. Der Termin hänge vom Baufortschritt ab.

Wie bei anderen Containeranlagen auch, wird zumindest in den ersten vier Wochen nach Bezug nachts ein Sicherheitsdienst vor Ort sein. Tagsüber werden die Bewohner sowieso betreut. Der Standort Petersbrunner Straße wird später mit der einer Anlage beim SC Percha zusammengefasst. Es sind ja nur einige Hundert Meter Abstand. 

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