Corona-Pandemie im Freistaat

Immer öfter falsche Kontaktdaten: Beliebter Biergarten am Ammersee macht dreisten Tricksern Strich durch die Rechnung

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
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Wegen der Corona-Pandemie müssen Gäste beim Biergartenbesuch ihre Kontaktdaten angeben. Weil es immer häufiger zu Fälschungen kommt, geht das Andechser Bräustüberl ganz eigene Wege.

  • Beim Biergartenbesuch müssen neuerdings die Kontaktdaten angegeben werden.
  • Im Falle einer vorliegenden Corona-Infektion können so alle Besucher gewarnt werden.
  • Um Fälschungen ausschließen zu können, setzt das Andechser Bräustüberl auf Kontrolle.
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Andechs - Die Verantwortlichen des Andechser Bräustüberl, das seinen Sitz auf dem Heiligen Berg des Klosters Andechs im oberbayerischen Landkreis Starnberg hat, haben einen zusätzlichen Weg zur Besucher-Kontrolle während der Corona-Pandemie gefunden. Wer den berühmten Kloster-Biergarten nahe des Ammersees besuchen will, muss am Eingang nicht nur seine Kontaktdaten hinterlegen - er muss sich auch ausweisen können.

Wie Biergarten-Sprecher Martin Glaab mitteilte, könne dies über jedwede Art Ausweis geschehen, sei es Personalausweis, Führerschein oder ähnliches. Mit dieser Maßnahme, die bereits seit Wiedereröffnung des Biergartens im Mai angewandt wird, reagieren die Betreiber des Biergartens vorsätzlich auf die immer häufiger werdenden Fälschungen der Kontaktdaten, die seit Beginn der Corona-Pandemie am Eingang eines jeden Biergartens in Bayern hinterlegt werden müssen.

Corona-Schutz im Biergarten: Andechser Bräustüberl greift zu drastischer Maßnahme

Wie Biergarten-Sprecher Martin Glaab auf Anfrage der Bild-Zeitung mitteilte, würden vor allem Jugendliche häufig falsche Namen, Adressen oder Telefonnummern hinterlegen. „So können im Falle des Falles aber die Infektionsketten nicht optimal verfolgt werden“, so Glaab.

Corona-Pandemie in Bayern-Biergarten-Besucher fälschen Kontaktdaten - Betreiber greift durch

Den Verantwortlichen des Biergartens sei sehr daran gelegen, Besuchern und Mitarbeitern die bestmögliche Sicherheit zu bieten. Deshalb seien auch externe Sicherheitsmitarbeiter beauftragt worden, die Angestellten des Biergartens bei der Kontrolle der Ausweise von Besuchern zu unterstützen. Wie Glaab weiter mitteilte, seien die meisten Gäste auch durchaus verständnisvoll, auch wenn man einmal mehr erklären müsse, warum die Maßnahme nötig sei.

Gefälschte Kontaktdaten im Biergarten: In Corona-Zeiten kein Einzelfall - DEHOGA-Präsidentin wütend

Das Problem der gefälschten Kontaktdaten beim Biergarten oder Restaurantbesuch ist nicht neu. Angela Inselkammer, Präsidentin des Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA in Bayern zeigt wenig Verständnis für das rücksichtslose Vorgehen mancher Gäste. „Da fehlt die Ernsthaftigkeit im Umgang mit dem Coronavirus“, sagt Inselkammer und bittet inständig darum, beim Ausfüllen der Kontaktdaten ehrlich zu bleiben

Coronavirus in Bayerns Biergärten: Auch Maskenpflicht häufig ein Problem

Neben dem Ausfüllender Kontaktdaten ist auch die Maskenpflicht in den Biergärten derzeit an der Tagesordnung. Das Personal muss diese dauerhaft tragen, Gäste nur dann, sofern sie sich nicht an ihrem Platz befinden. Doch diese Regel scheint manchen Besuchern egal zu sein. Immer häufiger kommt es dabei zu Verstößen. Eine Biergartenbetreiberin in der Jachenau machte ihrem Unmut und ihrem Unverständnis zu so viel Uneinsichtigkeit der Biergarten-Besucher jetzt auf Facebook Luft.

Der Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich längst zu einer globalen Krise ausgebreitet. Viele Menschen haben Sorge, kein Winkel der Welt scheint sicher zu sein. Womit haben wir es eigentlich zu tun? Hier gibt es alle Fakten rund um das Coronavirus.

Mit halbstündigen Gratis-Konzerten war eine bayerische Kultband in München in Biergärten unterwegs. Die Truppe sorgte für ein Blasmusi-Beben in der Stadt, da Konzerte wegen der Corona-Pandemie derzeit noch immer verboten sind.

Video: LaBrassBanda in Münchens Biergärten

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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