Datenlogger spüren 34 Rohrbrüche auf

Gilching - Um 25 Prozent konnte die Gemeinde Gilching den Wasserverlust ihres Leitungssystems reduzieren. Dabei half ihr der Einsatz von Datenloggern.

Wasserverteilungsanlagen unterliegen Alterungsprozessen sowie äußeren und inneren Beanspruchungen, aufgrund derer sie nicht auf Dauer dicht bleiben. Durch undichte Trinkwassernetze jedoch gehen Jahr für Jahr große Wassermengen verloren. In Gilching waren es bis 2009 bei einem Leitungsnetz von 95 Kilometern rund 25 Prozent der geförderten und aufbereiteten Menge. Diese Verluste verursachen enorme Kosten, die vom Versorgungsunternehmen auf den Wasserpreis beziehungsweise auf den Verbraucher umgelegt werden. Um Rohrbrüchen und undichten Leitungen auf den Grund zu gehen, wurden vom Gilchinger Wasserwerk so genannte mobile Datenlogger angeschafft. „Sie werden an den Deckeln von Rohrnetzen, an Hydranten und Schiebern angebracht und nachts zwischen zwei und vier Uhr angeschaltet“, erklärt Wassermeister Albert Pfannes. Da zu diesem Zeitpunkt der allgemeine Wasserverbrauch relativ gering ist, könne man anhand von Geräuschen feststellen, wo das Wasser mehr als üblich rauscht. „Wir machen uns dann sofort auf die Suche, um das Leck oder den Rohrbruch zu finden und beheben den Schaden.“

Die bisher 30 Datenlogger wurden 2009 angeschafft. „Seither haben wir 34 Rohrbrüche festgestellt und behoben“, so Pfannes. Dies bedeutet, dass der Verlust von Trinkwasser von 25 Prozent auf unter vier Prozent zurückgegangen ist.

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