Dienstfahrzeug mit Strom aus der Dose

Gilching - Die Gemeinde Gilching setzt auf den Strom aus der Dose, jedenfalls für ihr zukünftiges Dienstfahrzeug. In den Haushalt sollen 25000 Euro für ein Elektromobil eingestellt werden.

Das hat Vorbildcharakter, auch für unsere Bürger“, sagte Sitzungsleiter und Vize-Bürgermeister Richard Schlammerl in der Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusssitzung am Montag.

Über die Vorteile referierte Jan Haas, Energieberater der Gemeinde. Er betonte, dass der Amtsbote Wolfgang Rapp bereit wäre, „gerne auf ein geeignetes Elektrofahrzeug umzusteigen“. Da die mit Strom betriebenen Autos höchstens 100 Kilometer mit einer Ladung zurücklegen, wurde eine genaue Analyse des Fahrtenbuchs angestellt. Danach war Rapp innerhalb eines Jahres an 250 Tagen mit einer Gesamtfahrleistung von rund 13 000 Kilometern nterwegs. Die Tagesstrecke lag bei zwischen acht und 129 Kilometern, erklärte Haas. „Es wurde lediglich an 18 Tagen eine Strecke von über 90 Kilometern zurückgelegt. Davon an sieben Tagen über 100. Die vorliegenden Kurzstrecken stellen den perfekten Einsatzbereich für ein Elektrofahrzeug dar.“ Einstimmig wurde beschlossen, Angebote einzuholen und 25 000 Euro in den nächsten Haushalt einzustellen. Auf ein Solarcarport (10 000 Euro) und die Anschaffung einer Elektrozapfsäule (3000 Euro) wird verzichtet. Das Auto kann auch über eine normale Starkstrom-Steckdose aufgetankt werden.

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