Viele Bürger wünschen einen eigenen Radweg entlang der Birkenallee zwischen Fischen und Dießen.

Birkenallee

Pähl nimmt das Ruder in die Hand

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Nachdem die Regierung von Oberbayern beharrlich die Machbarkeitsstudie der Gemeinden Pähl und Dießen ignoriere, nehmen die Pähler Bürger das Ruder selbst in die Hand. Seit dem Wochenende werden Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt mit dem Ziel, einen Radweg entlang der Birkenallee zu verwirklichen.

Dießen/Pähl – „Die Hälfte haben wir schon zusammen“, freut sich Dieter Wirsich, ein Sprecher der Initiatoren.

Sowohl die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf als auch Weilheims Landrätin Andrea Jochner-Weiß haben den Mitstreitern der Initiative Radwege am südlichen Ammersee“ Mut gemacht. Sowohl im Falle der Birkenallee als auch für eine Verbindung zwischen Raisting und Dießen stehen naturschutzrechtliche Argumente den Vorhaben entgegen. Argumente, die in einer Machbarkeitsstudie der Gemeinden Pähl und Dießen für die Verbindung entlang der Birkenallee entkräftet, aber von der Regierung nach Ansicht der Initiative ignoriert würden. Dabei soll auf Betreiben eben dieser Regierung bis 2025 der Radverkehr verdoppelt werden. Jährlich werden in den Ausbau des Radwegenetzes 40 Millionen Euro investiert. Für die Pähler tut sich damit ein großer Widerspruch auf. Die beiden Politikerinnen jedoch befürworteten die Radverbindung in die Nachbargemeinde, sagt Wirsich. Das mache den Pählern Hoffnung, ihr Bürgerbegehren soll den Anstoß für ein Umdenken geben.

„Wir wollen den Bürgern klarmachen, dass die so genannte Raistinger Schleife, die immer wieder als Alternativlösung genannt wird, keine Ausweich-Möglichkeit ist“, so Lorenz Baumann von der Lebensraumplanung Pähl. Die fast doppelt so lange Route, die ebenfalls durch Naturschutzgebiet führt, sei ein landwirtschaftlicher Versorgungsweg, auf dem es zu riskanten Begegnungen kommen könne. Und immer mehr Menschen würden das Fahrrad nutzen, um zur Arbeit, zum Einkaufen oder in die Schule zum Beispiel von Pähl ins Ammerseegymnasium zu kommen, ergänzt Professor Ernst Röckl von der Initiative Radwege am südlichen Ammersee.

Rund 220 Unterschriften werden benötigt. Die Initiatoren gehen von Haus zu Haus. Die Frage lautet: „Sind Sie dafür, dass zwischen Dießen und Fischen entlang der Staatsstraße 2056 ein Geh- und Radweg gebaut wird?“ Wunschtermin für die Abstimmung wäre zur Bundestagswahl im September.

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