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Bürgermeisterkandidatin Gabriele Übler (M.) mit Grünen-Landtagsabgeordneter Gabriele Triebel, und den Grünen-Bürgermeistern aus Schondorf und Utting, Alexander Herrmann und Josef Lutzenberger (r.). 

Kandidatin

Bürgermeisterwahl 2020 in Dieße: Gabriele Übler (Grüne) will es wissen

Alternative Wohnformen und kostenloser ÖPNV sind nur zwei der zahlreichen Vorhaben, die Grünen-Bürgermeisterkandidatin Gabriele Übler in Dießen realisieren möchte. Bei der Nominierungsversammlung der Partei gab die 60-Jährige einen Ausblick auf ihre politischen Schwerpunkte.

Dießen– „Ich freue mich auf drei Grünen-Bürgermeister am Ammersee Westufer“, lautete das zuversichtliche Credo von Grünen-Kreisrätin Annunciata Foresti zum Abschluss der Nominierungsversammlung der Ortsgruppe im Kramerhof. Deren Vorsitzende, Gabriele Übler (60), ging daraus als Bürgermeisterkandidatin hervor. Sie ist nun eine von fünf Kandidaten, die sich bislang um die Nachfolge von Bürgermeister Herbert Kirsch bewerben. Er tritt zur Kommunalwahl 2020 nicht mehr an.

Dass die Grünen am Ammersee im Aufwind sind, zeigte die Präsenz junger Teilnehmer bei der Versammlung. Gleich vier Bewerberungen gab es für zwei Beisitzer-Posten. In der neuen Formation, mit Psychologin Anneke Mahler (31) und Kommunikationsdesignerin Claudia Siebenweiber (39) als Beisitzerinnen wollen die Dießener Grünen gestärkt in den Wahlkampf gehen. Neben Gabriele Übler und Miriam Anton wurde Holger Kramer, vormals Schatzmeister, als Sprecher gewählt. Der Restaurator Stefan Muck ist ab sofort neuer Schatzmeister.

Die Mitgliederzahl habe sich in den letzten beiden Monaten verdoppelt

In den vergangenen Monaten, so die Kommunalberaterin Gabriele Übler in ihrer Antrittsrede, habe sich die Mitgliederzahl in der Ortsgruppe verdoppelt. Die Gründe dafür, nämlich die berechtigte Sorge um Klima und Umwelt, seien weniger erfreulich. Für sie ergebe sich daraus eine klare Verpflichtung. „Ich hatte viele Lebensorte“, sagte die gebürtige Fränkin. Doch das Gefühl, dass ihr die Entwicklung Dießens ein besonderes Anliegen sei, habe sich bereits Anfang der 90er Jahre eingestellt, als sie die Agenda 21 nach Dießen geholt habe.

Von großer Bedeutung sei das Thema bezahlbarer Wohnraum. Gebraucht würden intelligenten Lösungen wie alternative Wohnkonzepte, die zum Beispiel durch Wohnbaugenossenschaften ermöglicht würden. Dazu gehöre ein möglichst kostenloser öffentlicher Personennahverkehr, auch nach Herrsching und Landsberg. Dies und viel mehr, so Übler, würde sie gerne mit Bürgern und Gemeinderat in transparenten Prozessen entwickeln.

Gabriele Übler lebt seit 2013 wieder in Dießen

Bei allem Respekt für Bewährtes und die Arbeit des Gemeinderats reiche ein „weiter so wie bisher“ nicht mehr aus, sagte die 60-Jährige. Ins Berufsleben startete sie 1981 nach einem Studium an der Verwaltungshochschule, als Beamtin in der Bauverwaltung des Landratsamtes Starnberg. Ab 2006 arbeitete sie in Nordrhein-Westfalen in einer Unternehmensberatung. 2011 machte sie sich mit dieser Aufgabe selbstständig und spezialisierte sich auf die Beratung von Kirchen, Kommunen und Landesverwaltungen. Seit 2013 lebt sie mit ihrem Mann wieder in Dießen und hat den Vorsitz im Ortsverband der Grünen inne.  

Ursula Nagel

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