Sri Lanka: Islamischer Staat reklamiert Terror für sich - zwei Täter nun bekannt

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Zehn Meter ist der Sprungturm in Utting hoch. Außerhalb von Öffnungs- und Aufsichtszeiten wird er künftig nicht mehr zugänglich sein.

Strandbäder in der Diskussion

Darf man im Landkreis Starnberg bald nur noch unter Aufsicht baden? 

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Gehören die Zeiten unbeaufsichtigter Badefreuden bald der Vergangenheit an? Wenn Dießen und Utting die Strandbäder außerhalb der Öffnungszeiten versperren müssen, könnte dies auch Folgen für Natur- und Strandbäder im Landkreis haben.

Landkreis – Kaum bahnt sich eine Lösung an, dass der Sprungturm in Herrsching für uneingeschränkte Badefreuden sorgt, kündigt sich für Bürgermeister Christian Schiller das nächste Ungemach an. Denn wer haftet, wenn etwas passiert? Gemeinden als Betreiber haben eine Aufsichtspflicht, sowohl an Land als auch auf dem Wasser. Herrsching kam bislang ohne Schwimmmeister aus.

In Dießen und Utting geht es vor allem darum, was außerhalb der Öffnungs- und Aufsichtszeiten geschehen kann. Die Uttinger haben sich deshalb ein Rechtsgutachten erstellen lassen. Am Donnerstagabend lag es dem Gemeinderat vor. „Im Ergebnis betrifft das allein unseren Sprungturm“, sagt Uttings Geschäftsleiter Florian Zarbo. Um die Gemeinde aus der Haftung zu nehmen, müsse der Turm in der Badesaison künftig vor und nach den Aufsichtszeiten abgesperrt werden, in der Nachsaison könnte er als Aussichtsplattform umfunktioniert werden – mit einem Geländer an den Sprungflächen. Damit der Badespaß im Sommer möglichst lange währt, will die Gemeinde Utting als Eigentümerin mit dem neuen Pächter des Strandbades über längere Öffnungszeiten verhandeln. Um eine Absperrung außerhalb dieser Zeiten führt offenbar kein Weg vorbei. In Dießen wurde für die Strandbäder St. Alban und Riederau ebenfalls ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses soll zur nächsten Gemeinderatssitzung vorliegen.

Im Zweifelsfall lande der Bürgermeister im Gefängnis

Der Seewinkel in Herrsching gehört auch der Gemeinde – ein frei zugängliches Naturbad mit Kiosk und Sprungturm. Bisher gab es nicht einmal eine Badeaufsicht. In der nächsten Gemeinderatssitzung wird dies ein Thema sein, sagt Herrschings Bürgermeister. Zwar sei die Gemeinde im Schadensfall versichert, aber strafrechtlich sei sie alles andere als auf der sicheren Seite. „Das gilt für den Sprungturm, aber auch für die Badeinsel“, sagt Schiller. In dem Fall bestünde in einigen Seegemeinden und an verschiedenen Seen im Landkreis Handlungsbedarf. Schiller ärgert sich. „Es darf nichts mehr passieren, weil immer gleich ein Schuldiger gesucht wird.“ Und im Zweifelsfall lande der Bürgermeister im Gefängnis.

Auch in Feldafing gibt es einen Sprungturm. Bürgermeister Bernhard Sontheim sieht aber noch keinen Handlungsbedarf. Die Badesaison beginnt im Mai. „Wir werden das diese Woche klären“, sagt er. Zuvor will er sich noch bei seinem Amtskollegen in Utting informieren. Und auch wenn er sich über eine Badeinsel keine Gedanken machen muss, Feldafing hat einen verankerten Baumstamm – „soll ich da eine Selbstschussanlage aufstellen?“, fragt er mit hörbarem Unverständnis. Sontheim findet die Vorschriften übertrieben – Bürgermeistersprecher Rupert Monn, Rathauschef in Berg, auch.

In seiner Gemeinde gibt es eine Badeinsel. „Bei uns wäre eine Badeaufsicht gar nicht möglich“, sagt er. Ein bisschen Eigenverantwortung sollte man den Menschen zutrauen.

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